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Analysten sagen: Schuster, bleib bei deinem Leisten


06.10.1989 - 

Phoenix schreibt rote Zahlen und stoppt Unix-Portierung

MENLO PARK (IDG) - Nach zwei Boom-Jahren hat Phoenix Technologies Ltd, überraschend einen Verlust für das laufende Geschäftsjahr angekündigt. Als Gegenmaßnahme will man unter anderem das Unix-Portierungs-Programm für die Sparc-Workstations von Sun einstellen.

Obwohl der Gesamtumsatz des laufenden Geschäftsjahres nach Einschätzung des Unternehmens über dem des Vorjahres liegen wird, befürchtet man, daß nach signifikant gesunkenen Umsätzen im gegenwärtigen Quartal rote Zahlen für das ganze Jahr geschrieben werden müssen.

Um die Erfolge auf dem Markt für kompatible Rechner unter DOS zu wiederholen, hatte Phoenix im Februar ein Abkommen mit AT&T unterzeichnet: Hiernach wollte man kundenspezifische Versionen des AT&T-Unix V.3 für unterschiedliche Hardware-Umgebungen produzieren. Nach Ansicht von Marktbeobachtern hat Phoenix sich jedoch bei der Bereitschaft seiner OEMs verschätzt, in die Unix-Welt hinüberzuwechseln; unixfähige Workstations wie Sparc von Sun

Microsystems könnten den Markt der Arbeitsplatzrechner mit Intel-Prozessoren noch nicht gefährden.

Analysten sehen den Grund für die Phoenix-Misere darin, daß das Unternehmen zu sehr expandiert habe und zu weitgehende Verpflichtungen eingegangen sei. Software-Spezialist David Bayer von Montgomery Securities hält Phoenix inzwischen jedoch für gewitzter: "Ich

glaube, sie werden es jetzt dabei belassen, mit dem Bios- und Drucker-Geschäft verwachsen zu sein." Die ROM-Bios-Serien für IBM-kompatible

Rechner mit Bus oder Mikrokanal bilden den Schwerpunkt des Phoenix- Geschäftes; seit kurzem werden auch ROM-Bios für 486er mit EISA-Bus geliefert.

Nachdem das abgelaufene Steuerjahr Zuwächse von 500 Prozent und damit einen Gewinn von über acht Millionen US-Dollar bei Umsätzen von 45 Millionen gebracht hatte, begann auch die laufende Periode sehr gut. Im Sommer aber feuerte Phoenix den Geschäftsführer und entließ zunächst 26, später dann weitere 69 von 415 Mitarbeitern. Als Resultat erwartet Interims-Präsiden Ted Joseph ab Mitte 1990 wieder Phoenix-Gewinne.