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18.08.2000 - 

Börsen begrüßen Fusion zum drahtlosen Internet-Anbieter

Phone.com und Software.com schließen sich zusammen

18.08.2000
REDWOOD CITY (IDG) - Zwei Unternehmen fusionieren, und die Aktienkurse steigen trotzdem? Dieses seltene Kunststück vollbrachten Phone.com und Software.com. Beide Firmen gelten als Pioniere in Sachen drahtloses Internet.

Ein Volumen von rund 6,4 Milliarden Dollar, so die Schätzung der Analysten, hat die geplante Fusion zwischen Phone.com und Software.com. Dabei offeriert Phone.com den Aktionären von Software.com ein Tauschangebot von 1,6105 Aktien.

Ziel des neu entstehenden, noch namenlosen Unternehmens ist die Entwicklung hoch skalierbarer Infrastruktur- und Applikationssoftware für E-Mail, Voice-Mail und Unified Messaging. Gleichzeitig will man das Produktangebot für den drahtlosen Internet-Zugang via Handy ausbauen. Die Bedeutung der beiden Firmen in Sachen Wireless Internet verdeutlicht allein ihre Kundenliste, zu der große Namen wie AT&T, Deutsche Telekom, Nokia, Ericsson, Motorola und andere zählen.

Diese Marktstellung erklärt die positive Reaktion der Börsen auf die Fusionsankündigung. Obwohl beide Unternehmen bislang rote Zahlen schreiben, rechnen die Investoren damit, dass die neue Company am erwarteten Boom des drahtlosen Internet kräftig partizipiert.

Technisch ist die Fusion gut begründetZumindest aus technischer Sicht ist das notwendige Rüstzeug dafür vorhanden. Software.com hat sich unter dem Schlagwort Unified Messaging auf die Verschmelzung von E-Mail, Voice-Mail und Fax konzentriert.

Phone.com dagegen begleitet bereits heute viele Handy-Benutzer. Von dem Unternehmen stammen nämlich in der Regel die WAP-Browser der aktuellen Handy-Modelle. Gleichzeitig war das Unternehmen maßgeblich an der Entwicklung des Wireless Application Protocol (WAP) beteiligt. Einige Analysten sehen in Phone.com beziehungsweise Unwired Planet, wie der Hersteller 1999 noch hieß, sogar den eigentlichen Vater von WAP. 1994 bei seiner Gründung durch Alain Rossman, einen ehemaligen Apple-Manager, lautete der Firmenamen noch Libris Inc.

Abgesehen von den technologischen Hintergründen beflügelte den Aktienkurs auch noch eine personelle Entscheidung. Chef des neuen Unternehmens wird Donald Listwin, bislang die Nummer zwei bei Cisco hinter Chambers. Als Anbieter von drahtlosen Internet-Lösungen sieht Listwin für das Unternehmen ein weltweites Marktpotenzial von 100 Milliarden Dollar, so dass die Company bereits mit einem Marktanteil von fünf bis zehn Prozent hervorragende Gewinne erwirtschaften werde.