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08.09.2000 - 

Adobe bringt neue Version des Klassikers

Photoshop 6.0 spricht vor allem Internet-Designer an

Die neue Version des Bildbearbeitungsprogramms Photoshop spricht mit 3D-Effekten, Vektorobjekten und neuen Textverfremdungen nicht zuletzt Grafiker und Internet-Designer an. Heico Neumeyer* hat sich anhand einer Betaversion die Neuigkeiten des Pixel-Klassikers angesehen.

Adobes Photoshop gilt als Standardprogramm der professionellen Bildbearbeitung und läuft unter Windows wie auf dem Mac. Version 6.0 verbessert unter anderem die Verwaltung und die Korrektur von Montageobjekten: So sind Photoshop-Montagen nicht mehr auf maximal 99 Objekte begrenzt. Zur leichteren Übersicht fasst das Programm Gruppen von Ebenen in der Ebenenpalette zu Sets zusammen, die sich gemeinsam verändern lassen. Neue Schaltflächen sperren ein Objekt gegen Verschieben und gegen jegliche Bearbeitung.

Der neue Verzerrer-Pinsel dehnt und knautscht Bildteile wie Knetgummi. Weitere Pinsel vergrößern oder schrumpfen die korrigierte Motivpartie. So lassen sich diffizile Korrekturen vornehmen, wenn Perspektive oder Proportionen eines Objekts verändert werden müssen.

Photoshop 6.0 bietet deutlich verbesserte Ebeneneffekte: Erstmals stattet das Programm Ebenen mit abschaltbarem Konturrahmen und Farbverlauf aus. Zudem erlaubt es wesentlich größere und vielseitigere 3D-Kanten als bisher. Sämtliche Ebeneneffekte einschließlich Deckkraft und Überblendmodus werden jetzt als so genanntes Ebenenformat gespeichert, das sich leicht auf andere Objekte übertragen lässt.

Text wird bei Photoshop 6.0 nicht mehr ins Dialogfeld, sondern direkt ins Bild getippt: Man zieht einen Textrahmen auf und gibt beliebige Mengen Fließtext ein. Die Software sorgt wie ein Layoutprogramm für Zeilenumbruch und Worttrennungen.

Die Worte oder Fließtextrahmen lassen sich in bestimmte Formen gießen. So modelliert Photoshop den Text zum Halbkreis oder wölbt und staucht einzelne Textpartien so, dass sie beispielsweise den Umriss einer gewellten Fahne annehmen. Dabei kann der Grad der Verzerrung verändert werden, wobei der verformte Text im Textmodus korrigierbar bleibt.

Erstmals ermöglicht Photoshop Vektorfiguren nach Art eines Grafikprogramms. Die Objekte lassen sich jederzeit ohne Qualitätsverlust vergrößern oder drehen und bequem mit Pfadfunktionen umformen - so etwa Kreise und abgerundete Rechtecke sowie zahlreiche Formen wie Sterne oder Pfeile. Auch eigene Formen wie etwa Firmenlogos werden in die Objektsammlung aufgenommen.

In Details ist das komplexe Programm jetzt einfacher zu bedienen. Für einige Funktionen ist nicht mehr das Auswendiglernen von Tastenkombinationen erforderlich - sie lassen sich nun bequem über Schaltflächen aktivieren. Doch vor allem bietet Photoshop in der neuen Version jetzt eine brauchbare Druckvorschau. Position und Maße eines Bildes für den aktuellen Druckvorgang können jederzeit verändert werden.

Vielseitiger zeigt sich das Tool darüber hinaus, was die Produktion von Bildgalerien fürs Internet betrifft: Die Text- und Hintergrundfarben sind frei regelbar, die Kontrollen für die Größe von Miniaturen und Bildern wurden erweitert. Photoshop bietet erstmals auch Galerien an, die Miniaturen und Einzelbilder gleichzeitig im Internet-Browser darstellen. Und mit der Version 3.0 von ImageReady - einem Programm speziell für Web-Designer - lassen sich beispielsweise Rollover-Effekte jetzt flexibler als zuvor erzeugen: Dabei verändert sich ein Bildteil, sobald sich der Mauszeiger darüber befindet.

Die meisten Neuheiten von Photoshop erleichtern die grafische Gestaltung und die Arbeit mit Schriftzügen - speziell für Internet-Designer. Hinsichtlich der Filter oder Korrekturfunktionen für die übliche Fotobearbeitung hat sich wenig getan. Allerdings muss Photoshop auch in diesem Bereich den Vergleich mit der Konkurrenz nicht scheuen. Die deutschsprachige Version soll Ende Oktober erscheinen und 2200 Mark kosten; als Update-Preis hat Adobe 650 Mark angegeben.*Heico Neumeyer ist Fachjournalist und Softwaretrainer für Bildbearbeitung und lebt in Gaissach, Oberbayern.