Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

27.11.1987 - 

CDU-Mittelständler wollen der Post nur das Telefon lassen:

Pieroth fordert freien Fernmelde-Markt

BONN (vwd) - Der expandierende Markt der Telekommunikation und Teleinformation dürfe nicht länger im Monopol der Bundespost bleiben, fordert der Vorsitzende der Mittelstandsvereinigung der CDU/ CSU, Senator Elmar Pieroth.

Das Wirtschaftspotential der Bundespost müsse dem Wettbewerb geöffnet werden, damit sich auch die mittelständische Wirtschaft daran beteiligen könne und diese nicht nur als Zulieferer Berücksichtigung finde. Mehr Markt im Fernmeldewesen sei weiter aus Gründen der internationalen Wettbewerbsfähigkeit geboten, betonte Pieroth. Durch international wettbewerbsfähige Preise müßten Wettbewerbsnachteile für kommunikationsintensive deutsche Unternehmen verhindert werden. Dies sei auch mit Blick auf das Hineinwachsen in den EG-weiten Binnenmarkt für Waren und Dienstleistungen bis 1992 geboten.

Aus der Sicht des Vorsitzenden der Mittelstandsvereinigung stellen sich im einzelnen folgende Forderungen:

1. Die Bereitstellung des Netzes im Fernmeldedienst und das einfache Telefon sollen Aufgaben der Bundespost bleiben. Alles, was über die einfache Sprachübertragung hinausgeht, muß dem Wettbewerb geöffnet werden. Dabei kann die Post, wenn gleiche Chancen sichergestellt sind, durchaus als Mitbewerber auftreten.

2. Die Gebührengestaltung im Fernmeldedienst ist kostengerecht zu gestalten. Entferungsunabhängige Gebühren verbessern die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen in benachteiligten Gebieten und in Flächenstaaten.

3. Die neuen Märkte im Bereich der Dienstleistungen der Informationsverarbeitung und der Serviceleistungen sowie der Endgeräte sind der unternehmerischen Tätigkeit möglichst vieler Konkurrenten zu öffnen. Das Monopol Post darf hier nicht lediglich durch das Monopol eines Großanbieters ersetzt werden.