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04.07.1986 - 

Telefontastatur als Abfrage-Keyboard:

Pilotprojekt mit Btx-ähnlichem Medium

04.07.1986

UTRECHT (pi) - Den elektronischen Informationsdienst "Ditzitel" hat die niederländische Verlagsgesellschaft VNU B.V. ins Leben gerufen. In einer ersten Projektstufe wurden 500 Haushalte in Amsterdam an das Btx-ähnliche Ditzitel angeschlossen. Geplant ist, mehr als 400 000 Haushalte in der holländischen Hauptstadt und der Provinz Limburg an zwei Kabelpilotprojekte anzubinden. Diese Teilnehmer werden die Möglichkeit haben, Informationen verschiedenster Art telefonisch anzufordern und vom heimischen (Videotex-fähigen) Fernsehbildschirm abzulesen.

Als Informationsanbieter - bisher zehn an der Zahl - kommen in erster Linie Banken, Versicherungen, Direktvertriebsunternehmen, Versandhäuser, Reisebüros, die staatlichen Eisenbahnen und enzyklopädische Datenbanken in Betracht.

Bei der Konzipierung des erforderlichen Netzwerkes sowie bei der Anforderungsanalyse und Systemauswahl zog der Entwickler die in Utrecht ansässige Cap Gemini Nederland hinzu. Des weiteren wirkt Cap Gemini einer Presseinformation zufolge bei der Implementierung der Ditzitel-RZ-Software und der Entwicklung der Anwendungssoftware mit.

Ditzitel nutzt die im Fernseh-Breitbandkabelnetz und die im Telefonnetz steckenden Möglichkeiten, um Videotex/Btx-fähige Fernsehgeräte zu Medien Interaktiver Kommunikation zu machen. Das System funktioniert laut Pressetext dergestalt, daß der Fernseh-Kabelkunde einen Informationsanbieter telefonisch anwählt, wobei das angewählte Rechenzentrum zum Anrufer hin eine Kabelfernsehverbindung aufbaut. Das übertragene Bild enthält ein Menüangebot, auf das der Kabelkunde durch Betätigen der Wähltasten seines Telefons eingehen kann.

Mit regionalen Ditzitel-Knoten sind mit Computern des Typs Tandem EXT und vorgeschalteten Front-End-Mikroprozessoren (sogenannten Kabelendsystemen) bestückt, die der britische Hersteller Jasmin (IMD) gemäß den Spezifikationen von Cap Gemini gefertigt hat. Die IMS-Prozessoren setzen die hereinkommenden Telefonsignale in ASCII-Signale u(...) und formatieren in der Gegenrichtung die vom Computer kommenden Informationen TV-gerecht um.

Die "Kabelkopfstation" leitet die hereinkommenden Anfragen an das nationale Ditzitel-Data-Center weiter, in dem Tandem-Computer vom Typ Nonstop 2 stehen. Von dort werden die Anfragen zu den Computern der Informationsanbieter durchgereicht und auch die Antwortdaten entgegengenommen.

Die von Cap Gemini Zusammenhang mit Ditzitel geleisteten Vorarbeiten umfassen eigenen Aussagen zufolge Grundlagenuntersuchungen zur kapazitätsbezogenen Systemauslegung, zum Miteinander der Telefon- und der Videotex-Signale, zur Kombination der Videotex- und DFÜ-Standards sowie zum Netzwerk-management.