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Pilotprojekt soll Internet-Piraterie eindämmen


19.02.1999 - 

Pilotprojekt soll Internet-Piraterie eindämmen Medienkonzerne und IT-Industrie forcieren digitale Musikdistribution

MÜNCHEN (CW) - IBM und die Big Five der Musikindustrie gehen demnächst in die Pilotphase ihres "Madison"-Projekts zur kontrollierten Musikdistribution via Internet.

Madison wurde bereits vor über einem Jahr von IBM, Universal, Warner, Sony, EMI und Bertelsmann gestartet, um die Möglichkeiten des elektronischen Musikvertriebs zu testen. Daß es bislang zu keinen nennenswerten Ergebnissen kam, lag nicht zuletzt an der Befürchtung der Anbieter, ohne geeignete Kontrollinstrumente hilflos der wachsenden Musikpiraterie durch MP3-Server (siehe CW 5/99, Seite 25) im Internet gegenüberzustehen.

Nach einer Investition von 20 Millionen Dollar hat IBM nun ein System entwickelt, das den Schutz der Urheber- und Lizenzrechte auch im Web gewährleisten soll. Mit den fünf Partnern einigte sich Big Blue auf ein Pilotprojekt, das in den kommenden Monaten in San Diego, Kalifornien, starten soll. Dabei sollen mehrere hundert Haushalte an das Madison-System angeschlossen werden. Sie können aus 200 auf einer Web- Site bereitgestellten Musikalben wählen, wobei das Herunterladen der verschlüsselten Daten jeweils zwischen drei und sechs Minuten dauern soll. Parallel dazu richtet IBM einen Service für konventionelle Mailorder ein, um Irrtümer bei der Distribution auszuschließen.

Sollte sich das Experiment bewähren, wird die Technik laut Expertenmeinung Einfluß auf die Entwicklungen der Secure Digital Music Initiative (SDMI) haben. Dort sind neben der Unterhaltungsindustrie auch Firmen wie Microsoft und AT&T vertreten, um Richtlinien für digitale Vertriebssysteme zu erarbeiten.