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18.09.1998 - 

Erste Eindrücke zu DSS 6.0

Pilots Olap-Suite kann in vielen Punkten überzeugen

Der Begriff Knowledge-Ma- nagement entwickelt sich zu einem Hype in der IT-Branche und verspricht dem noch jungen, im Zusammenhang mit Data-Warehousing entstandenen Olap-Markt eine aussichtsreiche Zukunft. Daß in diesem Softwaresegment lukrative Geschäfte erwartet werden, mag sich auch an Microsofts Ankündigung ablesen lassen, das kommende Release 7.0 von "SQL Server" (ehemals Plato) mit Olap-Funktionen auszustatten.

Während sich die Microsoft-Tools laut Experten nur für weniger anspruchsvolle Analyse-Aufgaben eignen, soll sich die Pilot-Lösung gerade bei extrem komplexen Datenmodellen einsetzen lassen. In diesem Bereich multidimensionaler Olap-Verfahren (man spricht auch von "Molap") konkurriert DSS 6.0 mit Produkten wie Oracles "Express Server" oder "Essbase" von Hyperion Solutions, dem Merger der Firmen Arbor und Hyperion.

DSS besteht aus den vier Komponenten Analysis Server, Analysis Library sowie einem Designer- und einem Desktop-Modul. Der Server stellt die Engine der zugrundeliegenden multidimensionalen Datenbank dar. Über die Bibliothek kommen 14 vorgefertigte Analysemodule, die sich mit Hilfe der Designer-Komponente modifizieren lassen. Als Besonderheit gegenüber Konkurrenzprodukten bemerken die Tester, daß der Anwender selbst entscheiden kann, ob die aggregierten Daten von der multidimensionalen Engine oder von der relationalen Datenbank des Data-Warehouse verwaltet werden. In anderen Molap-Lösungen liegen die gesammelten Informationen üblicherweise nur auf der multidimensionalen Datenbank.

Eigenes Lob fand auch die Analysis Library, die mit typischen Olap-Funktionen wie Ad-hoc-Abfragen, Quadranten- oder 80/20-Analysen aufwartet. Weitere Features in der Bibliothek sind mehrere Ranking-Module, eine "Rising-Star"-Komponente zur Gewinn- und Verlust-Rechnung innerhalb bestimmter Zeitintervalle sowie die Analyse von Abweichungen. Interessant an all diesen Funktionen ist, so die Tester, daß sie sich für den benötigten Detaillierungsgrad einer Aufgabe einstellen lassen.

Die Entwicklungsumgebung (Designer) arbeitet mit grafischer Benutzeroberfläche und einer an Basic angelehnten Skriptsprache. Unterstützt werden Active-X-Komponenten sowie Objekte des geografischen Informationssystems "Mapinfo".

Kritik übt Infoworld lediglich am Server-Setup, das sich als äußerst komplex und zeitraubend entpuppte. Erwähnt wird auch der leicht überladene Desktop, der auf Olap-Neulinge eher abschreckend wirkt. Daß Olap-Systeme in dieser Leistungsklasse nicht gerade billig sind, läßt sich am Preis von 33000 Dollar für zehn Lizenzen erkennen.