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19.02.2008

Pin steht vor der Zerschlagung - Handelsblatt

DÜSSELDORF (Dow Jones)--Dem Briefdienstleister Pin Group droht die Zerschlagung. Die meisten der ursprünglich 30 Kaufinteressenten für die Gruppe mit 90 Gesellschaften und 9.000 Mitarbeitern sind abgesprungen, wie das "Handelsblatt" (Mittwochausgabe) unter Berufung auf Unternehmenskreise berichtet. Pin-Group-Vorstandsvorsitzender Horst Piepenburg sei nun mangels Investors für die gesamte Gruppe gezwungen, die regionalen Pin-Töchter einzeln oder im Paket zu verkaufen.

DÜSSELDORF (Dow Jones)--Dem Briefdienstleister Pin Group droht die Zerschlagung. Die meisten der ursprünglich 30 Kaufinteressenten für die Gruppe mit 90 Gesellschaften und 9.000 Mitarbeitern sind abgesprungen, wie das "Handelsblatt" (Mittwochausgabe) unter Berufung auf Unternehmenskreise berichtet. Pin-Group-Vorstandsvorsitzender Horst Piepenburg sei nun mangels Investors für die gesamte Gruppe gezwungen, die regionalen Pin-Töchter einzeln oder im Paket zu verkaufen.

Dies dürfte zur Schließung zahlreicher unrentabler Gesellschaften führen und viele Arbeitsplätze kosten. Ein Pin-Sprecher wollte die Entwicklung gegenüber der Zeitung nicht kommentieren.

Die Gruppe stehe damit als bundesweiter Konkurrent der Deutschen Post vor dem Aus. Ende Februar laufe für viele der 37 insolventen Pin-Töchter mit zusammen 7.500 Mitarbeitern der Anspruch auf Insolvenzgeld aus, etwa für die Pin West Mail aus Langenfeld (Rheinland), schreibt die Zeitung. Damit habe Piepenburg bislang die Lohnzahlungen aufrechterhalten können. Ohne finanzstarken Investor werde dies nicht mehr möglich sein.

Eine Sanierung der Pin Group aus eigener Kraft sei nicht möglich, so das "Handelsblatt". Hauptaktionär Axel Springer hatte Pin Ende 2007 den Geldhahn zugedreht. Springer hatte dies mit dem gesetzlichen Mindestlohn begründet, der eine profitable Entwicklung des auf Niedriglöhne setzenden Unternehmens unmöglich mache.

Webseite: http://www.handelsblatt.com DJG/nas/jhe

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