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17.10.2003 - 

Oak Investment Partners kauft CRM-Portfolio für Mittelstand zusammen

Pivotal und Talisma werden verschmolzen

MÜNCHEN (as) - Pivotal Corp., Anbieter von Software für Customer-Relationship-Management (CRM) für den Mittelstand, wechselt den Besitzer. Käufer ist die Kapitalbeteiligungsgesellschaft Oak Investment Partners, die Pivotal nun mit dem CRM-Spezialisten Talisma zusammenlegen will.

Für voraussichtlich 1,78 Dollar pro Anteil oder rund 44 Millionen Dollar will Oak Investment alle ausstehenden Aktien von Pivotal erwerben und den CRM-Hersteller künftig privat weiterführen. Ferner ist geplant, die Geschäftsaktivitäten von Pivotal, das im kanadischen Vancouver ansässig ist, mit der von Oak mehrheitlich kontrollierten Talisma Corp. aus Kirkland, Washington, zu vereinen, die ebenfalls CRM-Software entwickelt.

Das so entstehende Unternehmen soll unter dem Namen Pivotal firmieren und weiter vom bisherigen Chief Executive Officer Bo Manning geführt werden. Pivotal ist derzeit vor allem in Nordamerika stark vertreten und zählt offiziell rund 1500 Kunden im Mittelstand und bei Großunternehmen, davon etwa 60 in Deutschland. Geboten wird eine breite Palette an Software und Dienstleistungen für Marketing, Vertrieb, Service, Kontakt-Center, Partner-Management und interaktiven Verkauf. Talisma entwickelt Web-basierende CRM-Software für Serviceabteilungen etwa in Call-Centern. Das bisher vor allem in Nordamerika und Indien aktive Unternehmen soll laut Petra Jenner, Geschäftsführerinbei Pivotal in München, künftig auch in Deutschland an den Start gehen. Technisch basieren die Produkte beider Anbieter auf der .NET-Technik von Microsoft, funktional ergänzen sie sich, sagte Jenner.

Laut der Managerin war die Übernahme durch Oak Investment und das geplante Delisting die beste Lösung, um sich "vom massiven Finanz-Reporting an der Börse" zu befreien und die eigene Firmenstrategie künftig kontrollierter und schneller umsetzen zu können. Der Umsatz im letzten Geschäftsjahr (Ende: 30. Juni 2003) fiel im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 69,6 Millionen auf 56,1 Millionen Dollar. Der Nettoverlust nach den US-amerikanischen Bilanzierungsregeln GAAP reduzierte sich dabei von 95,9 Millionen Dollar auf 27,6 Millionen Dollar.

Das neue Unternehmen plant, mehr in den Aufbau des Geschäfts und in Partnerschaften in Deutschland zu investieren. Um sich dabei im deutschen Markt mit über 100 Anbietern profilieren zu können, sei eine gezieltere Ausrichtung nach Branchen und Anwendungsgebieten geplant. Zudem könne man praxiserprobte Implementierungsmethoden vorzeigen und derzeit alle Partner mit genügend Aufträgen versorgen. Eine Konkurrenz durch Microsoft, das im November seine CRM-Software hierzulande ausliefern will, sieht Jenner derzeit nicht. Dieses Produkt eigne sich in erster Linie für das Kontakt-Management in kleinen Unternehmen, nicht aber für andere CRM-Aufgaben. Sicher werde Microsoft durch seine Partner an Bedeutung gewinnen, brauche aber noch mindestens zwei Jahre, um an die Leistungsfähigkeit heutiger CRM-Suiten heranzukommen.