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06.04.2001 - 

Zehn Millionen Mark in den Sand gesetzt

Pixelpark-Projekt bei Allianz gescheitert

MÜNCHEN (jm) - Die Pixelpark AG aus Berlin hat ein Großprojekt bei der Allianz in den Sand gesetzt. Wie aus unternehmensnahen Kreisen verlautet, steht das rund zehn Millionen Mark teure Projekt vor dem Abbruch.

Das Berliner Unternehmen hatte berichtet, es müsse seinen am 2. Februar 2001 prognostizierten Umsatz für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Juli 2000 bis 31. Dezember 2000 von 55 Millionen Euro auf 52,3 Millionen Euro revidieren (siehe Seite 48). Als Grund gab Pixelpark den Abbruch eines Großkundenprojekts an, das wegen Lieferverzögerungen auf Kundenwunsch eingestellt wurde.

Gegenüber der CW hielt sich Pixelpark bedeckt, was den Namen des Kunden angeht. Es handle sich aber um einen Großkonzern. Bei diesem sollte man seit rund sieben Monaten ein Internet-Service-Projekt in der Größenordnung von etwa vier bis fünf Millionen Euro realisieren. Da Pixelpark zwei Millionen Euro aus diesem Projekt schon für das vierte Quartal 2000 verbucht hatte, der "Kunde aber das Projekt vollständig abgebrochen hat", mussten die Berliner diesen Betrag aus dem Ebitda-Ergebnis wieder ausbuchen. Außerdem würden weitere 2,3 Millionen Euro für Rückstellungen anfallen, die "vorsichtshalber gebucht wurden, für den Fall, dass gegenüber dem Kunden Gewährleistungsarbeiten anfallen oder Schadensersatz gezahlt werden muss". Pixelpark sagte, diese 2,3 Millionen Euro würden allerdings nicht allein für das Großprojekt bereitgehalten, sondern auch für andere Vorhaben, "falls es da auch einmal zu Problemen kommen könnte".

Eine dem Unternehmen nahe stehende Quelle bestätigte der CW, dass es sich bei dem gescheiterten Großprojekt um den Kunden Allianz handelt. Hierbei ging es offensichtlich um den Versuch, auf Basis der Content-Management-Lösung "Story Server" von Vignette - seit Mitte 1999 in "Vignette V" integriert - ein dynamisches Content-Informationsangebot auf der Allianz-Homepage einzurichten. Dieser Plan wurde aber nicht ausgeführt.

Gesa Walter, in der Abteilung Unternehmenskommunikation bei der Allianz für die IT-Belange und E-Business-Fragen zuständig, sagte, das Projekt und die Geschäftsbeziehungen zu Pixelpark würden noch verhandelt. Da die Gespräche noch andauern, wolle sich die Allianz zu Details zum jetzigen Zeitpunkt nicht äußern. Auch auf mögliche Regressforderungen von Seiten des Versicherungskonzerns an Pixelpark ging die Unternehmenssprecherin nicht ein. Dass noch über die Abwicklungsmodalitäten des gescheiterten Projekts verhandelt würde, wurde auch von Seiten Pixelparks bestätigt.

Die Pixelpark-Aktie, die Ende Januar 2001 noch 41,35 Euro wert war, notiert gegenwärtig bei 3,51 Euro. Pixelpark hat in der Vergangenheit verschiedene Projekte bei namhaften Unternehmen betrieben. Hierzu gehörten Austrian Airlines, Peek & Cloppenburg und Electronic Partner.