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23.01.1998 - 

Kommentar

Plädoyer für die Telekom

Immer feste drauf - getreu diesem Motto knüppelt eine unheilvolle Allianz aus neuer Konkurrenz, Politik und einigen Kunden auf die Telekom ein und macht diese für die Geburtswehen beim Start in das liberalisierte TK-Leben verantwortlich. Während man hierzulande die Telekom zum bösen Buben abstempelt, weil sie ihre alten Pfründe verteidigt, verstehen internationale Analysten die ganze Aufregung nicht. Ihr Tenor: Das Verhalten der Telekom ist ganz normal und in ähnlicher Weise auch bei der Deregulierung anderer Märkte zu beobachten gewesen.

Sicher, manche Aktionen des Bonner Carriers sind in der Disziplin Fair Play nicht gerade medaillenverdächtig. Andererseits entbehrt die Argumentation seiner Kritiker nicht einer gewissen Scheinheiligkeit. So mancher neue TK-Konkurrent will dabei von seinen eigenen Fehlern ablenken. Beispiel Weiterleitung des Gebührenimpulses. Hier liegt der Verdacht nahe, daß Player wie Arcor tief geschlafen haben, denn die Telekom warnte bereits im Sommer letzten Jahres vor diesem Problem. Zudem ist es um die tollen Serviceversprechen des letzten Jahres verdächtig ruhig geworden.

Opportunistisch wirkt die Kritik der Bonner Politik. Gerade die Herren der schwarzen Schuldenlöcher haben als Mehrheitsaktionäre die Telekom zu einer Gratwanderung verdonnert: Als Aktiengesellschaft soll sie den Shareholder value maximieren und gleichzeitig der Konkurrenz ihr Netz zum Nulltarif öffnen.