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Big Blue baut Stellen ab

Plant IBM Umbau seiner Server-Division?

17.12.1999
MÜNCHEN (CW/IDG) - Gerüchten zufolge plant IBM weitreichende Veränderungen in seiner mit Problemen kämpfenden Server Group. Alle fünf Rechnerplattformen sollen künftig unter einer gemeinsamen Dachmarke firmieren. Aus Kostengründen streicht Big Blue zudem einige hundert Stellen.

Was Marktbeobachter schon seit einiger Zeit prognostiziert haben, scheint nun einzutreten. IBM reagiert auf die schwachen Verkaufszahlen im Server-Segment mit drastischen Maßnahmen. Seit der Übernahme von Sequent vor rund fünf Monaten führt Big Blue fünf verschiedene Server-Linien im Programm: Intel-basierte "Netfinity"-Rechner, AS/400- und RS/6000-Server, die S/390-Mainframes sowie Sequents Multiprozessorsysteme ("Numa Q").

Das "Wall Street Journal" berichtet nun unter Berufung auf den Analysten Jay Stevens von Buckingham Research, IBM plane, alle fünf Server-Linien unter einer Dachmarke zusammenzufassen. Ähnlich wie in der Automobilindustrie würden unter dem gemeinsamen Namen verschiedene Modelle geführt. Ein IBM-Sprecher in den USA erklärte demgegenüber, ihm seien keinerlei derartigen Schritte bekannt. Rainer Sawall, bei der deutschen IBM-Tochter zuständiger Sprecher für die RS/6000-Linie, konnte dazu ebenfalls keine Angaben machen. Er schloß aber nicht aus, daß IBM solche Maßnahmen plane.

Arbeitsplätze in der Fertigung werden abgebaut

Zu diesen Meldungen paßt ein Bericht des Nachrichtendienstes "Computergram", demzufolge der Hersteller in der Server Group 400 Mitarbeiter entlassen hat. Betroffen davon soll unter anderem der Standort in Rochester, Minnesota, sein, wo IBM AS/400- und RS/6000-Server produziert. Darüber hinaus seien Stellen in der S/390-Fertigung in Poughkeepsie, New York, sowie im Designzentrum für Power-PC-Prozessoren im texanischen Austin gestrichen worden. Weitere Arbeitsplätze habe der Konzern in Somers, New York, abgebaut, wo die Marketing-Abteilungen für sämtliche Server-Linien angesiedelt sind.

IBM-Sprecher Sawall bestätigte gegenüber der COMPUTERWOCHE lediglich, "daß in Rochester Leute gehen müssen". Zahlen konnte er jedoch nicht nennen. Als Gründe gab er das bisher ungünstige Verhältnis zwischen Kosten und Umsatz an, das IBM gegenüber seinen Aktionären zu rechtfertigen habe: "Wir müssen reduzieren."