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Telekommunikation schafft das betriebsinterne Problem der Aus- und Weiterbildung:\


08.04.1982 - 

Planungsteam braucht gleiches Grundwissen

DÜSSELDORF - Glaubt man den Anpretsungen der System- und Gerätehersteller, so gibt es für jedes Problem im Bürobereich eine ideale Lösung - am besten natürlich aus einer Hand. Welche Möglichkeiten sich im einzelnen produktivitätssteigernd auswirken, muß dabei im jeweiligen Unternedmen von einem Planungsteam entschieden werden, dessen Mitglieder über entsprechende Grundkenntnisse aus dem technischen Beretch verlilgen sollten. Hier bietet sich eine betriebsinterne Schulung an.

Vor jeder Entscheidung im Hinblick auf ein "Büro der Zukunft" muß das Management die Probleme erst erkannt, definiert und klassifiziert haben. Dabei ist auch unter dem technologischen Aspekt die Frage der Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten nicht klar.

Die Beurteilung der Leistungsfähigkeit von Systemkomponenten aus der Sicht etwa der technischen Abteilung kann sicher nicht die Anforderungen von Organisations- und Fachabteilungen berücksichtigen. Für den deshalb notwendigen Dialog zwischen den Abteilungen und dem Management generell müssen somit Grundlagen geschaffen werden.

Der Video-unterstützte Telematik-Kurs von Advanced Systems GmbH, Düsseldorf beispielsweise, ist so angelegt, daß er Grundwissen vermittelt und Planungshilfengibt. Dabei werden Teilaspekte jeweils im Hinblick auf Gesamtlösungen diskutiert und einer Realitätskontrolle ausgesetzt.

Auf einer solchen Kenntnisgrundlage und nach Definition von derzeitigen und zukünftigen Anwendungen kann die technische Planung einsetzen, indem der Nachfrage das Angebot gegenübergestellt wird.

Besonders bestechend sind hier sicherlich die "Komplett-Angebote" der Großhersteller, die - ausgehend von einer totalen Inhouse-Vernetzung - alles und jedes im Unternehmen kornmunizieren lassen wollen. Ähnlich wie dort, wo man "sich" beliebig in den Stromkreis einschalten kann, bieten Inhouse-Netze die Möglichkeit, über Ringleitungen verschiedene Partner zu erreichen und verschiedene Signale zu transportieren.

Zukunftsmusik: Video-Konferenz

Um die Dimension dieser Aussichten richtig werten zu können, muß man wissen, daß die Deutsche Bundespost - in der Vergangenheit vielfach als Innovationsbremse gesehen - seit langem am Glasfaserkabel arbeitet, das wegen seiner großen Bandbreite, geringem Leistungsabfall, geringem Maß und Gewicht sowie der Integrationsmöglichkeit aller bisheriger und zukünftiger Dienstleistungen herkömmliche Leitungssysteme weit übertrifft. Gleichgültig, ob Fernseh- oder Telefonsignale, kann das Glasfaserkabel (bei der Post unter dem Namen BIGFON) zugleich verschiedene Signale auf einem Leiter übertragen.

Für die Unternehmensvernetzung heißt das, durch eine Ringleitung können Fernsprech-, Text-, Daten-, Bild- und Videosignale angeschlossen werden. Dies bedeutet zum Beispiel, daß ein Video-Überwachungssystem mitintegriert werden kann - eine Leistung, auf die man vielleicht erst durch das Herstellerangebot aufmerksam wird. In jedem Falle sind die potentiellen Anwendungen bestechend, wenngleich vieles noch Zukunftsmusik ist wie Video-Telefon und Video-Konferenz. In jedem Falle sichert man sich jedoch die Chance zu einer solchen Erweiterung, wenn das Unternehmen ausreichend verkabelt ist.

Die beiden folgenden Abbildungen sollen verdeutlichen, wie übersichtlich bereits die Zuordnung des Kommunikationsbedarfs zu den kommunikationstheoretischen Bausteinen ist, wenn man nach dem herkömmlichen Ein- oder Zweiweg-Modell das Ringmodell anwendet. Geht man von der Dreiteilung Sender-Kanal-Empfänger aus (Abbildung 1), so ergeben sich jeweils getrennte Netze für jede Kommunikationsart, was wegen der unterschiedlichen Kodierung der Signale einen Datenaustausch - nur über den umsetzenden Menschen ermöglicht.

Der Vergleich mit Abbildung 2 zeigt deutlich, wie eine Vereinfachung der Kommunikationswege durch ein integriertes Ringnetz aussehen kann; somit wird auch klar, wie die oben genannten Ansprüche steigen werden: Die technischen Möglichkeiten werden veränderte Kommunikationsgewohnheiten zur Folge haben. Ein integriertes Inhouse-Netz für alle Kommunikationsarten setzt dabei lediglich eine einheitliche Kodierung der verschiedenen Signale voraus, analoge Sprachsignale des Telefons müssen in digitale umgeformt werden.

Was sich bei der Planung neuer Bürotechnologien als unabdingbare Grundlage darstellt, wird auf den Endbenutzer den Eindruck einer technokratischen Überwältigung machen. Die Angst vor der Technisierung der Arbeitsplätze soll nun sicher nicht vom Tisch gewischt werden, andererseits ist eben technische Detailinformation oft entbehrlich. Die Endbenutzer der verschiedene Büroterminals für Sprach-, Text-, Daten- und Bildein- und Ausgabe sollten aber das System im Anwendungszusammenhang verstehen und durchschauen.

*Knut Lanzke ist bei Advanced Systems GmbH, Düsseldorf, als Redakteur tätig.