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04.04.1976 - 

Verkabelungsprogramm

Planungszeit um 80 Prozent verkürzt

MÜNCHEN - Um mehr als 80 Prozent konnten die Planungszeiten für die Verkabelung von Fernschreibvermittlungsanlagen durch Rechnereinsatz bei der Siemens AG verringert werden. Während bei herkömmlicher Arbeitsweise etwa drei Mann-Monate erforderlich waren, reduziert sich die Planungsarbeit durch Einsatz des "Programmsystem Kabel" das die Münchner Gesellschaft für Systementwicklung mbH (GfS) erstellte, auf etwa einen halben Mann-Monat- für die Vorbereitung und maximal zwei Stunden Rechenzeit auf einer Siemens 4004/45.

Fernschreibvermittlungsanlagen, die jeweils individuell geplant werden müssen, bestehen aus einer größeren Zahl in Reihen angeordneter Gestelle, in denen die eigentlichen Vermittlungseinrichtungen als Einschübe untergebracht sind. Zwischen den einzelnen Gestellen sind jeweils viele hundert Kabel zu verlegen. Ihre Zahl und Länge hängt von der Größe des Amtes und den Räumen ab, in denen die Vermittlung untergebracht ist. Die Kabel werden im allgemeinen auf dem kürzesten Weg verlegt, müssen jedoch Hindernisse wie Pfeiler. Luken und Mauern umgehen.

Zur Berechnung der minimalen Weglänge wurde ein Algorithmus entwickelt, der so schnell ist, daß er auch bei 100 Hindernissen den kürzesten Weg noch binnen Sekunden ermittelt. Nach Festlegen der jeweiligen Kabellängen wird automatisch eine Kabelbestelliste sowie eine Verlegeanweisung für die Monteure ausgedruckt, die - mit Rücksicht auf Gastarbeiter -in verschiedenen Sprachen beschriftet werden kann.

Bei späteren Umbauten oder Erweiterungen kann auf Grundlage der vorhandenen Dokumentation automatisch ermittelt werden, welche Kabel neu hinzukommen oder wegfallen und ob weggefallene Kabel an einer anderen Stelle wieder verwendet werden können. Das Verfahren hat sieh im Laufe der letzten drei Jahre bei der Planung von rund 600 Fernschreibvermittlungsämtern bewährt. (pi)