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18.04.1975 - 

Lösungen für Mittlere Datentechnik

Plastikscheibe setzt sich durch

MÜNCHEN - Seit Jahren ist die Floppy Disk oder "Diskette" (IBM-Standard) im Markt. Eingesetzt wurde sie bisher nur zögernd, der Durchbruch soll mit Ankündigung der Floppy-Systeme von IBM, Nixdorf, Kienzle, Triumph-Adler nun auf breiter Ebene kommen (siehe auch Seite 1 dieser Ausgabe).

Floppys werden, - so wünschen es manche Hersteller - das seit langem in der MDT bewährte Magnetkonto und die Magnetbandkassette ablösen. Die Hannover Messe wird zeigen, welche Einsatzmöglichkeiten für die Floppys in der MDT bereits verwirklichkeit wurden.

DIE Floppy-Konfiguration

Die bisherige EDV-Situation war häufig durch eine übertriebene Zentralisierung auf Groß-Computer gekennzeichnet. Der übliche Ablauf: Datenerfassung (Lochen und Prüfen, Datensammelsysteme). Weitergabe an das Rechenzentrum, Rückmeldung durch Fehlerlisten, Korrekturen, schließlich Freigabe der Verarbeitung. Die Ergebnisse ließen tagelang auf sich warten.

Dem stehen die MDT-Anlagen mit Floppys gegenüber, die bei äußerst günstigem Preis-/Leistungsverhältnis für viele Anwender bzw. bestimmte Anwendungsgebiete bessere Organisationslösungen bieten.

Die typische Konfiguration einer solchen MDT-Anlage: Zentraleinheit 8 bis 24 K, 2 Floppy Disk a ca. 260 000 Bytes. Magnetband-Kassette, Bildschirm, Drucker mit etwa 100 Zeichen/Sekunde. Für die praktische Anwendung ergeben sich folgende Vorteile.

Durch die Floppy Disks ist auch im Bereich der MDT die Segmentierung der Programme möglich - der Hauptspeicher kann entsprechend klein und kostengünstig gehalten werden.

Die Stammdaten sind schon während der Erfassung eines Suchbegriffes im sofortigen, nahezu zeitlosen Zugriff.

Die Anlage bietet durch den Direktzugriff die Möglichkeit: des Dialogverkehrs mit den auf den Floppys gespeicherten Stammdaten. Plausibilitätsprüfungen werden sofort bei der Erfassung vorgenommen und von der Bedienungskraft korrigiert.

Danach entsteht sofort das Endprodukt auf dem Drucker (z. B. eine Faktura). Die Stammdaten werden auf ca. 3000 (6000) Artikel/Kunden Floppy Disks gleichzeitig auf neuesten Stand gebracht. In Verbindung mit dem Bildschirm wirkt die Floppy als optischer Zwischenspeicher.

Sämtliche auf den Floppys gespeicherten Daten können ohne Ausdruck sofort auf dem Bildschirm optisch angezeigt werden. Dies gestattet aktuelle Information am Arbeitsplatz.

Eine Anlage der beschriebenen Konfiguration verarbeitet folgende Datenmengen: Zwei Floppy-Stationen (meist erweiterbar auf 4 Stationen) speichern z. B. den Stammsätze (beliebig aufteilbar) im Direktzugriff. Bewegungsdaten und Daten, die nicht im sofortigen Zugriff stehen müssen, speichert man aus Kapazitätsgründen nicht auf Floppy Disk sondern auf Band (Kassette) ab.

In der Anzahl der Artikel/ Kunden-Stammsätze liegt die Grenze bei Anwendungen mit Floppy-Systemen. Für Unternehmen, die mit weniger als 6000 Stammsätzen auskommen, dürfte die Floppy als Organisationsmittel neue Möglichkeiten erschließen. Gerade Klein- und Mittelbetriebe, denen der Einsatz eines Computersystems aus Kostengründen nicht sinnvoll erscheint, sollten zukünftig Floppy-Anwendungen mit besonderem Interesse verfolgen.