Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

25.04.2005

Plattform koordiniert Produktion

Mit "Myopenfactory.net" können Fertigungsbetriebe Aufträge systemübergreifend abwickeln. Eine Genossenschaft soll den Dienst vermarkten.

Das Forschungsinstitut für Rationalisierung FIR der RWTH Aachen hat gemeinsam mit Industriepartnern und ERP-Herstellern den Prototypen einer Online-Plattform für die firmenübergreifende Projekt- und Auftragsabwicklung entwickelt. Myopenfactory.net soll es Anwendern vor allem aus dem mittelständischen Maschinen- und Anlagenbau ermöglichen, unter anderem Auftragsdaten mit anderen Unternehmen elektronisch auszutauschen, ohne dabei an Problemen wie mangelnder Interoperabilität der Systeme beziehungsweise unterschiedlichen Datenformaten zu scheitern.

Mit Myopenfactory.net sei es möglich, Informationen wie etwa Belege zwischen unterschiedlichen ERP-Programmen auszutauschen, sofern diese die im Projekt entworfenen Spezifikationen unterstützen. "Zwar sind derzeit die drei ERP-Lieferanten Infor, Proalpha und Psipenta beteiligt, die Plattform ist aber für alle Softwarehersteller offen", so Günther Schuh, Direktor des FIR, im Gespräch mit der computerwoche. Das Ziel sei, dass künftig alle Anbieter mittelständischer ERP-Lösungen diesem Quasi-Standard folgen. Man habe bei der Entwicklung Prozessstandards wie etwa "Rosettanet" sowie Referenzmodelle wie das "Aachener PPS-Modell" berücksichtigt.

Darüber hinaus, so Schuh, sollen auch solche Firmen teilhaben können, die über kein eigenes ERP-System verfügen, aber den Bedarf sehen, Auftragsdaten nicht mehr als E-Mail oder per Fax mit anderen Unternehmen auszutauschen. Sie sind in der Lage, per Browser auf die Plattform zuzugreifen, und entrichten eine Gebühr pro Transaktion.

Das Projektteam entwickelt schon länger an der Technik, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird. Neu ist hingegen der Probebetrieb. Allgemein verfügbar soll Myopenfactory.net im August dieses Jahres sein.

Eine von den beteiligten Softwareanbietern und dem FIR gegründete Vermarktungsgenossenschaft soll die Dienstleistungen der Plattform anbieten. Zu den Services zählen Interfaces zum Datenaustausch zwischen den jeweiligen ERP-Systemen und Myopenfactory.net sowie Wartungs-, Beratungs- und Implementierungsdienstleistungen. Um den Erfolg zu sichern, müssten die Verantwortlichen ein tragfähiges Geschäftsmodell für das Koordinierungsinstrument entwickeln und möglichst viele Unternehmen aus dem deutschen Maschinen- und Anlagenbau gewinnen. (fn)