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Kommentar


22.05.1998 - 

Plattform- neutral?

Besonders Marketiers kleinerer Hersteller sind eifrig darum bemüht, für keinen der großen Plattformanbieter Partei zu ergreifen. Der Kunde wird zum König erklärt, er bestimmt angeblich, wieviel die Firma in COM oder Corba, Windows oder Unix, Java oder C++ investiert. Borland alias Inprise verkaufte seine Unentschlossenheit bis vor kurzem noch großspurig als "Golden-Gate"-Strategie. Dabei besteht für den Tools-Spezialisten immer weniger Grund für das Versteckspiel. Nach Jahren der Demütigung durch Microsoft, der die Kalifornier mit allen Waffen eines Monopolisten traktierte, eröffnet sich nun mit Java und Corba ein lukrativer Markt, den Bill Gates links liegen läßt. Die Übernahme der Corba-Company Visigenic zeigt, in welche Richtung die Reise geht, das Strategiepapier "Integrating the Enterprise" räumt letzte Zweifel aus. Es singt das Hohelied auf Corba und Java, die Microsoft-Technik COM wird kein einziges Mal erwähnt. Mit dieser Ausrichtung ist Inprise keineswegs ein mutiger Vorreiter, sondern folgt prominenten Anbietern wie Oracle, Netscape und Sybase, aber auch einer Vielzahl von Start-up-Firmen. Die Chance des Borland-Nachfolgers besteht vor allem darin, seine anerkannt guten Tools für den neuen Markt umzubauen: Hervorragende Werkzeuge und Consulting auf Basis offener Standards - ist dem König Kunden damit nicht mehr gedient als mit dem ängstlichen Versuch, es allen recht machen zu wollen?