Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

Berliner Inspirationen:


25.04.1975 - 

Pleite Ó la Wagner

BERLIN - Runde 5 Millionen Mark zahlten 140 Kommanditisten, darunter einige EDV-Fachleute, in die Systronik GmbH & Co. KG ein. Heute bangen die Gesellschafter um ihre Einlage: sie befürchten die Liquidation der Gesellschaft oder den Konkurs. Die Systronik, eine Vertriebsgesellschaft für OEM-Computer war von Alexander Kölb geplant worden und sollte von der Deltronik-Gesellschaft mit Computern beliefert werden. Als Geschäftsführer der Deltronik zeichnete wiederum Alexander Kölbl. Den Kommanditisten wurden Verlustzuweisungen im Rahmen des Berlinhilfegesetzes in Höhe von 170 bis 180 Prozent versprochen. Die Bank für Handel und Industrie gewährte der Systronik einen Kredit in Höhe von 7,8 Millionen Mark, der als Anzahlung von Systronik an die Deltronik weitergegeben wurde und für den die Deltronik bürgte. Das Geld verließ nie die Bank für Handel und Industrie Berlin, da es die Deltronik als Sicherheit festverzinslich hinterlegte.

Resultat: die Systronik KG zahlte Sollzinsen in Höhe von 8 Prozent (1,3 Millionen),die Deltronik bezog 6,5 Prozent Habenzinsen oder eine runde Million Mark .Darüber hinaus lieferte die Deltronik Computersysteme an die Systronik in einem Wert von runden 0,5 Millionen Mark. Für die OEM-Computerlieferung ließt sich die Deltronik 850 000 Mark bezahlen.

Mit diesen Winkelzügen kassierte die Deltronik insgesamt runde 1,9 Millionen Mark.

Die Kommanditisten erstatteten inzwischen Strafanzeige "wegen Verdachts auf Betrug und Untreue" gegen Kölb. ps