Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

28.07.1995

Polit-Server spriessen wie Unkraut US-Politiker fuehren ihren Wahlkampf online im Internet

FRAMINGHAM (IDG) - Der elektronische Meinungsaustausch greift jenseits des grossen Teiches auf ein weiteres Feld ueber: Die politische Klasse ruestet sich zum Click-and-drop-Wahlkampf via World Wide Web (WWW) im Internet. Was hierzulande bisher kaum vorstellbar waere, gehoert fuer US-Politiker mittlerweile zum guten Ton.

Im allgemeinen WWW-Boom spriessen nun auch die Polit-Server wie Unkraut aus dem Boden. Neben zahlreichen Servern, die von Praesidentschaftskandidaten in spe und Senatoren ins Leben gerufen werden, soll im naechsten Monat auch der "PoliticsUSA" in Betrieb gehen. Das mehrere Millionen Dollar schwere Projekt soll nach dem Willen der beiden Gruenderunternehmen Times-Mirror Co. National Journal und American Political Network zum zentralen Treffpunkt aller politisch Interessierten avancieren.

Dank der technischen Aufgeschlossenheit vieler US-Politiker eroeffnet sich fuer zahlreiche IS-Manager ein neues Arbeitsumfeld als Internet-Consultant in den Staeben der Wahlkampfberater. Allerdings verlassen sich die Politprofis, wenn es um die Internet-Praesenz geht, lieber auf Hilfe von aussen. Unternehmen wie die Tenagra Corp., Berkeley Internet Connections oder die Business Internet Group von DEC, allesamt bereits im Internet vertreten, greifen den Wahlkaempfern bei der Einrichtung des Online-Angebots unter die Arme.

Doch was hier an Wahlreden, Biographien und Familienbildern via Information-Highway zum Abruf bereitgehalten wird, scheint weniger die potentiellen Waehler als vielmehr die politischen Gegner zu interessieren. Diesen Schluss legt zumindest eine "Newsweek"-Umfrage nahe, der zufolge von den 13 Prozent der Amerikaner, die schon einmal die Muehen einer Online-Reise auf sich nahmen, nur vier Prozent eine WWW-Seite als Ausflugsziel waehlten.

Waehrend der gemeine Buerger das Informationsangebot seiner Politiker offenbar nicht richtig zu wuerdigen weiss, schaetzen es die Politprofis um so mehr: Endlich haben sie ein kostenguenstiges Medium fuer ihre "Opposition Research" gefunden und koennen nach Lust und Laune Fehltritte und unruehmliche Taten des politischen Gegners suchen.