Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

Finanzspritze für Eurotra-Übersetzungsprojekt:


10.03.1989 - 

"Polygloss" mit polyglottem Touch

STUTTGART (CW) - Mit 1,4 Millionen Mark fördert das BMFT ein neues Forschungsprojekt zur automatischen Erzeugung von Übersetzungen an der Universität Stuttgart. "Polygloss" läuft Ober einen Zeitraum von drei Jahren und soll dazu fuhren, daß die Texte gleichzeitig in mehreren Sprachen erzeugt werden können.

Aufbauend auf den Ergebnissen eines Vorgängerprojektes befassen sich die vier wissenschaftlichen Mitarbeiter des Institutes für Informatik und des für Maschinelle Sprachverarbeitung mit Problemen des Aufbaus zusammenhängender Texte, der sprachunabhängigen Darstellung von Bedeutung und der lexikalischen Organisation.

Die Texte sollen unter anderem in Deutsch, Englisch und Japanisch aus Repräsentationen von Bedeutungen generiert werden, wobei das Hauptanwendungsgebiet in der maschinellen Übersetzung liegen wird.

Eine wichtige Zielsetzung des Vorhabens, das in das EG-Projekt Eurotra zur maschinellen Übersetzung eingebunden ist, ist die Förderung der internationalen Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Verarbeitung natürlicher Sprache. Das zentrale Programmodul, das in diesem Projekt entworfen werden soll, ist ein Generator, der aus semantischen Strukturen Sätze in verschiedenen Sprachen erzeugt. Man bedient sich dabei eines Hilfskonstruktes, einer Zwischenrepräsentation, aus der heraus dann in einem zweiten Schritt der entsprechende Text in der Zielsprache erstellt wird. Auf Grund der bisherigen Erfahrungen wird als Zwischenstruktur eine logikbasierte künstliche Repräsentationssprache verwendet.

Die Stuttgarter Wissenschaftler arbeiten zusammen mit Forschern des japanischen Advanced Telecommunications Research Laboratories aus Osaka sowie der Carnegie Mellon Universität aus Pittsburgh und der Stanford University aus Palo Alto.