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01.03.1985 - 

Mobilität bei Meßwerterfassung, Textverarbeitung und Kalkulation am meisten gefragt:

Portables erobern neue Anwendungsbereiche

MÜNCHEN (sch) - Der Portable sieht mehr von der Welt als seine anderen Rechnerkollegen. So wird er immer häufiger an den Plätzen , eingesetzt, wo die Leistung eines Arbeitsplatzcomputers benötigt wird, dieser aber zu groß, zu schwer und zu unhandlich wäre.

Die Benjamine unter den Computern bieten unter anderem Hilfestellung bei Boden- und Gesteinsuntersuchungen auf Feldern und im Gebirge, bei Verkehrszählungen auf der Straße, bei Messungen auf der Baustelle und im Labor sowie beim Arbeiten in den eigenen vier Wänden. Aufgrund ihrer Mobilität und ihrer DFU-Fähigkeit per Akustikkoppler sind diese Kleinstrechner besonders für den Vertriebsaußendienst und in der Finanz- und Anlagenberatung geeignet. Aber auch als Bordrechner auf Schiffen und Flugzeugen haben sie ihre Bewährungsprobe längst bestanden.

Schließlich und endlich ermöglichen die Portablen es den besonders schaffensfrohen Naturen, typische Büroarbeiten auch am Wochenende und in den Abendstunden zu Hause zu erledigen. Ob das nun positiv zu werten ist oder auf diesem Weg nur die isolierte Heimarbeit gefördert wird, läßt sich derzeit nicht mit letzter Sicherheit beurteilen.

Im Rahmen der genannten Anwendungsbereiche werden die tragbaren Mikros in erster Linie für die Textverarbeitung, Kalkulationen, Meßwerterfassungen und -Analysen sowie Steuerfunktionen genützt. Übrigens stehen dieser Rechnerklasse bereits gängige Softwareprogramme zur Verfügung, so zum Beispiel Wordstar, Supercalc, Lotus 1-2-3, Symphony, dBase II, Framework, und Open Access. Zudem ist erkennbar,

daß immer mehr Computerhersteller ihre sämtlichen Mikro-Programme für den eigenen Portable anbieten. Ein derartiges Konzept verfolgt beispielsweise Commodore. Als Programmiersprachen sind Basic, Pascal, Assembler, Fortran und "C" am gefragtesten.

Hinsichtlich der technischen Spezifikationen auf der Hardwareseite ergibt sich nach den Recherchen der COMPUTERWOCHE (siehe Marktübersicht auf den Seiten 36 und 37) das folgende Bild:

- Ungefähr die Hälfte der Rechner mit 1,6 bis fünf Kilogramm sind ausgesprochene Leichtgewichte. Die anderen mobilen Rechnerzwerge, so zum Beispiel die Geräte von IBM, Victor Technologies und Zenith, bringen hingegen wesentlich mehr Pfunde auf die Waage.

- Die Hauptspeicherkapazität liegt in der Regel zwischen 64 und 128 KB. Mit einem Spitzenwert von 320 KB kann hier nur Zenith aufwerten.

- Ein Großteil der beschriebenen Portables ist mit einer DIN-Tastatur ausgestattet.

- Als Prozessoren überwiegen Intel 8086, 8088 und die CHMOS-Versionen 80C86 und 80C88 sowie Zilogs Z80A.

- Den billigsten Portable hat die NEC Home Electronics GmbH auf den Markt gebracht. So kostet ihr PC 8201 "nur" 1720 Mark. Mit 1798 Mark folgt dicht der Epson-Rechner HX-20. Ansonsten sind alle Preisklassen zwischen 2500 und 11 000 Mark vorhanden. Noch teurer ist mit 17 000 Mark lediglich der neue HP - Integral PC. Er läuft dafür aber derzeit als einziger mobiler Kleinstrechner unter einem Unix-Derivat.

Verbesserungsbedürftig sind bei einigen Modellen zur Zeit noch die Anzeigemöglichkeiten und die Kommunikationsfähigkeit. So gibt es bisher kaum Rechner mit Btx-Anschluß.