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21.05.1993 - 

Erstes Produkt ist schon auf dem Markt

Portfolio gruendet deutsche AG: Lotus auf den Workgroup-Fersen

Bis Jahresende wollen die US-Mutter Portfolio Technologies Inc. und ihre 60prozentige Tochter (40 Prozent entfallen auf europaeische Investoren) mit einem Umsatz von acht Millionen Dollar (Europa: eine Million) den Breakeven erreichen, fuer Anfang 1994 ist der Boersengang geplant. Als Geschaeftsfuehrer wurde Ex-Next- Europa-Chef Dieter Huettenberger rekrutiert, fuer Marketing und Vertrieb zeichnet Ex-Next-Geschaeftsfuehrer Helmut Blank verantwortlich.

Mit dem fuer die Unterstuetzung der Vorgangsbearbeitung von Arbeitsgruppen konzipierten Produkt Office IQ zielt der Anbieter auf den Windows-Novell-Markt mit rund zehn Millionen vernetzten Systemen und insbesondere auf die Bereiche Banken, Versicherungen sowie oeffentliche Verwaltungen. Auch die Zusammenarbeit mit Hardwareherstellern ist vorgesehen; mit Siemens-Nixdorf laufe bereits ein Projekt bei Behoerden.

Der Hauptvorteil von Office IQ gegenueber Lotus Notes liegt Helmut Blank zufolge in der einfachen Benutzung, die keine Programmierkenntnisse erfordere. Der Funktionsumfang umfasst die Automatisierung von Arbeitsablaeufen, Bild- und Faxeinbindung, Dokumentenverwaltung und -verteilung ueber das Netz sowie E-Mail. Die Software verwendet als Metapher einen elektronischen Schreibtisch, auf dem Bueroobjekte wie Dokumente, Ordner, Briefkasten, Drucker und Fax durch Dialogsymbole (Icons) dargestellt werden.

Unterstuetzt werden dem Hersteller zufolge alle Windows- Dateiformate wie TIFF- und CCITT-Bilder, ASCII, Tabellenkalkulations- und Textverarbeitungs-Formate etc. Damit sei die Zusammenarbeit mit rund 3000 Windows-Programmen moeglich. Dokumente und Ordner sollen an verschiedenen Orten gleichzeitig verfuegbar sein, ohne dass Kopien angelegt werden muessten. Dateien koennen von mehreren Anwendern gleichzeitig gesehen, aber nur von einem bearbeitet werden. Bild- oder gescannte Dokumente lassen sich durch Hilfsmittel wie Rotstift, Marker, Post-it-Notiz oder digitalisierte Sprache (erfordert eine Soundkarte) mit Anmerkungen versehen. Arbeitsablaeufe werden grafisch auf dem Bildschirm dargestellt, wobei die dazugehoerigen Dokumente oder Ordner nach einem vorher festgelegten Schema weitergeleitet werden.

Der Vertrieb von Office IQ soll im deutschsprachigen Raum ueber Distributoren und Fachhaendler erfolgen. Die Einstiegsversion fuer fuenf Benutzer (Erweiterung in Fuenferschritten) kostet 4300 Mark und ist sofort lieferbar, die deutsche Version wird derzeit fertiggestellt. Bis Jahresende sollen noch ein "Corporate-Produkt" mit eigener Datenbank und ein Enterprise-Produkt fuer unternehmensweite Kommunikation und Unix-, OS/2- sowie Mac- Unterstuetzung auf den Markt kommen.