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06.12.1985 - 

Entwurf der neuen Telekommunikationsordnung:

Post legt ISDN und nT-Gebührenmodell vor

BONN (CW) - Ein, "Modell"-Vorschlag für Die künftigen ISDN-Gebühren sowie ein weiterentwickeltes Gebührensmodell für Festverbindungen sind die wesentlichen Bestandteile der neuen Telekommunikationsordnung (TKO), die Bundespostminister Christian Schwarzschilling im Entwurf vorgelegt hat.

Der Entwurf der von einer Projektgruppe Ministerium in "mehrjähriger Arbeit" (O-Ton Bundespost" erarbeitet wurde, muß allerdings noch vom Postverwaltungsrat beraten Werden. Dies soll im Frühjahr nächsten Jahres geschehen, so daß je neue TKO am 1. Januar 1988 in Kraft beten könnte.

Nach den Vorstellungen der Bundespost wird ihr ISDN-Universalanschluß bei einer einmaligen Anschlußgebühr von 130 Mark monatlich doppelt soviel wie der heutige Telefonanschluß, also 54 Mark, kosten. Wird der Anschluß nicht nur für das Fernsprechern benutzt, sondern auch für andere Telekommuni katonsdienste, wie Datenübermittlung, Telefax oder Bildschirmtextext, kommt für jeden zusätzlichen Dienst ein monatlicher Zuschlag von zehn Mark hinzu. Die Gebühren für die einzelnen Verbindungen liegen wie die heutigen Telefongebührenen bei 23 Pfennig pro Einheit unabhängig davon, welche Dienste über den Anschluß genutzt werden.

Weiterhin sehen die Pläne der Post ab Anfang 1990 ein weiterentwickeltes Gebührenmodell für Festverbindungen vor, das im wesentlichen - so Schwarz-Schiling - auf dem am 1. Januar 1983 in Kraft getretene Konzept der "nutzungsabhängigen Tarifierung für Festverbindungen beruht. Durch eine auf fünf Jahre (bis 1994) aufgeteilte Anhebung der Gebühren für Festansclüsse sowie eine Umstrukturierung der Gebühren für Festverbindungen erzielt die Post dabei auf der einen Seite eine Mehreinnahme von 65 Millionen: So werden Festverbindungen im Ortsbereich bis zu 1000 Meter und im Fernbereich von 100 bis 170 Kilometer Luftlinie teurer und im Fernbereich mit einer Luftlinie von mehr als 1000 Meter bis 100 Kilometer billiger.

Dem steht nach Angaben der Post eine Gebührensenkung von jährlich 270 Millionen Mark gegenüber durch den Wegfall des sogenannten Systemzuschlags, der zur Zeit für Telefonanlagen - in Abhängigkeit von der Große der Anlage - erhoben wird. Dieser werde dann durch die Digitalisierung des Netzes überflüssig.

Auch die letzte in der neuen TKO ins Auge gefaßte Gebührensenkung von jährlich 13 Millionen Mark ist vor dem Hintergrund des ISDN zu sehen: Vom 1. Januar 1988 an soll die einmalige Installationsgebühr für neue Telefonanschlüsse, an die keine Telefonanlagen angeschaltet sind, einheitlich 65 Mark betragen, unabhängig von der Anzahl der gleichzeitig installierten Telefone, Steckdosen und anderer Einrichtungen.