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07.05.2004 - 

Update des Open-Source-Mail-Servers

Postfix verbessert Mail-Abwehr

MÜNCHEN (CW) - Der Mail-Server "Postfix" gilt als direkte Konkurrenz zum ebenfalls quelloffenen, aber schon etwas betagten "Sendmail". Die neue Version 2.1 bringt Verbesserungen, die vor allem der Spam-Abwehr dienen. Eine von Grund auf überarbeitete Dokumentation soll die Benutzung des Systems vereinfachen.

Nach einer längeren Testphase gab Wietse Venema die Version 2.1 des quelloffenen Mail-Servers Postfix (http://www.postfix.org/) frei. Viele der neuen Features diesen dem Schutz vor Missbrauch von E-Mail, also dem Versand von Spam oder Viren. So kann der SMTP-Server nun so konfiguriert werden, dass Mail schon durch einen Content-Filter geschickt wird, bevor er sie in die Warteschlange stellt. Zusätzliche Optionen geben dem Administrator die Möglichkeit, Mail aus unerwünschten Quellen gezielt zu blockieren. Das System kann zudem alle Mails abweisen, deren Absenderadressen nicht verifiziert werden können. Dazu überprüft Postfix, ob eine Antwort zustellbar wäre.

Die aktuelle Version sieht zudem die Delegierung von SMTP-Zugriffsrechten an externe Programme vor. Codebeispiele für die Spam-Filter "Greylisting" und "Sender Policy Framework" (SPF) gehören zum Lieferumfang. Ebenfalls der Spam-Abwehr dient eine striktere Prüfung von Mail-Adressen: Standardmäßig werden solche nicht mehr akzeptiert, die statt eines Domänennamens eine IP-Adresse (etwa user@192.168.0.10 angeben oder die mit einem @-Zeichen enden.

Dokumentation verbessert

Wie häufig bei freier Software kam auch bei Postfix die Dokumentation bisher zu kurz. Eine wesentliche Neuerung der Version 2.1 besteht in einer grundlegend überarbeiteten Anleitung für Benutzer. Sie liegt in reiner Text- und HTML-Form vor. Letztere ist auch online verfügbar (http://www.postfix.org/documentation.html) und verknüpft die zusammengehörigen Features über eine Vielzahl von Links. Eine weitere Verbesserung bietet Postfix 2.1 durch die völlige Überarbeitung der Datenbank- und LDAP-Anbindung.

Postfix kann in Form des Quellcodes von der Website des Projekts heruntergeladen werden. Dieser lässt sich für verschiedene Unix-Derivate inklusive Linux und Free BSD übersetzen. Die Software unterliegt der IBM Public License. (ws)