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13.07.2007

Postini soll Google Apps voranbringen

Der Web-Konzern will seine Anwendungen für Großkunden absichern.

Im Bemühen, das eigene Softwareangebot auch für große Unternehmen interessant zu machen, holt sich Google den auf Messaging-Security spezialisierten Dienstleister Postini für 625 Millionen Dollar ins Haus.

Das Portfolio des privat geführten, 1999 gegründeten Unternehmens, das weltweit rund 35 000 Firmenkunden betreut, konzentriert sich auf Services für On-Demand-Security, -Archivierung und -Policy-Enforcement primär für E-Mail- und Instant-Messaging-Systeme. Mit dem Know-how des kalifornischen Service-Providers will Google seine gehostete Produktivitätssoftware-Suite Google Apps (Gmail, Calendar, Talk, Docs & Spreadsheets) um Sicherheits- und Compliance-Funktionen anreichern, wie sie Großunternehmen fordern.

Nach Angaben des Suchmaschinengiganten ist die seit August 2006 verfügbare Google-Apps-Suite bereits in mehr als 100 000 Unternehmen im Einsatz - täglich kämen rund 1000 kleinere Betriebe hinzu. Die Begeisterung für die On-Demand-Dienste beschränkt sich laut Anbieter derzeit allerdings primär auf den Mittelstand, wohingegen sich große Unternehmen laut Google aus Sicherheitsbedenken noch zurückhalten. Deren Berührungs-ängste sollen nun mit Schützenhilfe von Postini ausgeräumt werden. So können Google-Apps-Anwender künftig Postini-Services etwa für E-Mail-Scanning und -Verschlüsselung sowie - zu Compliance-Zwecken für die Archivierung von E-Mails und Messages nutzen, erläutert Dave Girouard, Vice President und General Manager der Enterprise-Business-Unit bei Google.

Wildern im Microsoft-Revier

Durch die Akquisition stößt Google weiter in das Segment für Unternehmens-IT vor und verschärft damit die Konkurrenz zu Microsoft und dessen in der Business-Landschaft allgegenwärtigen Office-Applikationen. Einen ersten Schritt in diese Richtung machte Google bereits mit seiner an Großkunden gerichteten Google Apps Premier Edition, die seit Februar einschließlich Rund-um-die-Uhr-Support und Service-Level-Zusagen gegen eine Jahresgebühr von 50 Dollar pro Nutzer auf dem Markt ist.

"Dank Postini sind Google Apps nicht mehr nur einfach und ansprechend für Nutzer, sondern ermöglichen es zudem, die komplexen Anforderungen an die Informationssicherheit innerhalb dieser Organisationen zu rationalisieren", so Google-CEO Eric Schmidt in einem Statement.

Nach der Transaktion, die gegen Ende des dritten Quartals abgeschlossen sein soll, wird Postini als hundertprozentige Google-Tochter firmieren und seine bestehende Kunden nach wie vor betreuen.

Die Postini-Services sollen nach der Übernahme weiterhin auch auf Stand-alone-Basis verfügbar sein. Man werde jedoch alles tun, um Google Apps den bestehenden Postini-Kunden so schmackhaft wie möglich zu machen, kündigte Girouard gegenüber Analysten an.

Der Kauf von Postini ist Googles drittgrößte Akquisition nach der 1,76-Milliarden-Dollar-Übernahme des Online-Video-Pioniers YouTube im vergangenen Jahr und dem im April angekündigten Erwerb von DoubleClick für 3,1 Milliarden Dollar. (kf)