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13.05.1994

Postzustellung unter Unixware

H. Germesschlaeger, Poing: Wir setzen auf unseren PCs das Betriebssystem Unixware in Verbindung mit Netware und dem MHS- Mail-System ein, auf unseren Unix-Workstations (Sun, RS/6000) hingegen verwenden wir das standardmaessige SMTP. Die Steuerung des Unixware-Mailers beim Routen entspricht nicht ganz unseren Vorstellungen. Da in der Systemdokumentation keine Hinweise zur Adaption vorhanden sind, suchen wir die entsprechende Entwicklerliteratur.

Die Redaktion: Das Parsen und Routen der gesamten Mail in Unixware laeuft ueber ein Buendel von Scriptdateien, die einfach zu modifizieren sind. Als Programmiersprache setzt Unixware dabei GNU-Perl ein. Da Programmierer-Anleitungen zu Perl im Fachbuchhandel erhaeltlich sind, verzichtete man bei Univel/ Novell auf die entsprechende Literatur.

Rumba tanzt nur

nach Vorschrift

B. Reichelt, Hannover: Beim Einsatz von Wall Datas "Rumba" fuer den AS/400-Zugriff ist es uns nicht moeglich, die Einstellungen (Drucker, Farbe etc.) zu veraendern, sobald andere Windows- Anwendungen laufen. Nach einiger Zeit arbeitet Rumba wieder mit den Standardeinstellungen. Wie muessen die Anpassungen gespeichert werden?

Die Redaktion: Manche Windows-Anwendungen schicken beim Start oder beim Verlassen eine Meldung an andere Windows-Anwendungen. Kritisch ist dabei die Nachricht WM-USER+9. Sie ist gleichzeitig die Anweisung an Rumba, wieder die Standardwerte zu benutzen. Eine Anwendung, die in dieser Form kollidiert, ist der Formulargestalter "Perform Pro" von Delrina Technologies. Mit einer detaillierten Untersuchung, welche Programme in welcher Reihenfolge auf Ihrem Windows-PC benutzt werden, sollte sich der Uebeltaeter finden lassen. Er darf nicht gestartet werden, wenn Rumba laeuft.

Laeuft Autocad

unter OS/2?

O. Perenke, Koeln: Ist es generell moeglich, Autocad 12 unter OS/2 einzusetzen, oder muss man warten, bis eine OS/2-Version des Programms erscheint?

Die Redaktion: Es ist moeglich, sofern Sie die Version 12c2 besitzen. Andernfalls muessen Sie ein Upgrade beziehen. Ist diese Version von Autocad installiert, so muessen Sie die Werte der DOS- Sitzung anpassen, die Autocad startet. Autocad benutzt einen DOS- Extender, der von OS/2 nicht richtig erkannt wird. Als Werte fuer die DOS-Sitzung muessen Sie daher in den DOS-Einstellungen (Klick auf DOS-Symbol) DPMI-DOS-API auf "enabled" setzen und das DPMI-MEMORY-LIMIT auf 64. Ausserdem muss der Wert DOS-FILES mindestens 45 betragen, ebenso die Files-Angabe in der Datei Config.sys. Schliesslich kann Autocad nicht in einem Teilfenster laufen, sondern braucht den kompletten DOS-Bildschirm. Neben diesen allgemeinen Einstellungen muessen Sie freilich noch untersuchen, ob OS/2 die vorhandene Grafikkarte, die Maus und das Grafiktablett unterstuetzt.

Peer-Loesungen

fuer Desktops

H. Wolfstetter, Breuberg: Gibt es eine Moeglichkeit, zwei an die AS/400 per "PC-Support" angeschlossene PCs in Peer-to-peer-Manier arbeiten zu lassen, ohne dass dabei zusaetzliche Hardware eingesetzt werden muss? Gibt es ausserdem eine Moeglichkeit, ein Peer-Netzwerk aufzubauen, in dem Windows-PCs sowie Macs unter System 7 betrieben werden? Drucken und Datei-Sharing waeren die Mindestanforderungen. Die Redaktion: Die Peer-Kommunikation im Verein mit PC-Support haengt von der Art der Verbindung zur AS/400 ab. Laeuft die Verbindung ueber ein LAN, so koennen Sie Peer-Produkte wie "Windows for Workgroups" (Microsoft) oder "Personal Netware" (Novell), "Lantastic" (Artisoft) oder "Powerlan" (Performance Technology) einsetzen. Bei einer reinen Twinax-Loesung muessen Sie auf die APPC- Unterstuetzung zurueckgreifen, wie sie von den Gateways PC- praktikabel angeboten wird. Fuer Windows- und Mac-Rechner auf Peer- Basis gibt es als einfache Alternative "Phonenet PC" von Farallon und etwas umfassender "Lantastic for Macintosh" von Artisoft. Noch anspruchsvoller ist der "Windows NT Advanced Server" von Microsoft. Er eignet sich, wenn Sie den Weg zur grossen Netzwerkloesung einschlagen wollen. Scheuen Sie den Einbau von Netzwerkkarten oder sind Sie durch eine Twinax-Loesung blockiert, bietet sich der "Coactive Connector" von Coactive Computing an, der die vorhandene parallele Schnittstelle beim PC und die Localtalk-Schnittstelle beim Mac nutzt.

Windows-Werte

fuer OS/2

D. Enzinger, Konstanz: Gibt es eine Faustregel fuer die optimale Einstellung einer Windows-Sitzung unter OS/2, oder ist die von OS/2 vordefinierte Windows-Einstellung von Haus aus optimal eingerichtet?

Die Redaktion: Es gibt keine Faustregel, da die vorhandene Hardware eine wichtige Rolle spielt. Jedoch gibt es einige Standardeinstellungen, mit denen Sie besser bedient sind als mit den von OS/2 gesetzten Standards. Fuer die Speicheraufteilung sollten Sie folgende Werte nehmen: DOS-HIGH=On, DOS-UMB=On, EMS-MEMORY-LIMIT=0 bis 2048, DPMI-DOS-API=Enabled, DPMI-MEMORY-LIMIT=64, XMS-MEMORY-LIMIT=4 bis 10 MB. Die Video- Einstellungen sollten folgende Werte aufweisen: VIDEO-FASTPASTE=On, VIDEO-WINDOW-REFRESH=5. Bei den uebrigen DOS- Werten sollten Sie pruefen, ob sie diesen Vorgaben entsprechen: HW-ROM-TO-RAM=On, HW-TIMER=On, IDLE-SECONDS=Max, IDLE-SENSITIVITY=Max, DOS-FILES=50 oder hoeher.

Vorsicht bei

Ansi-Bomben

U. Sander, Sennestadt: Was ist eine Ansi-Bombe und welche Abwehrmoeglichkeiten gibt es gegen diesen Virus?

Die Redaktion: Eine Ansi-Bombe ist kein Virus, sondern eine Steuersequenz, die auf dem DOS-Treiber Ansi.sys aufbaut. Ist dieser Treiber in der Config.sys eingebunden, koennen erweiterte Bildschirmattribute und Tastaturbelegungen unter DOS genutzt werden. So ist es moeglich, der Enter-Taste die Sequenz "Deltree c:

*.* /j" zuzuweisen. Wird die Bombe ueber eine Textdatei aktiviert, loescht die Enter-Taste kurzerhand die Daten in der Partition C:. Eine effektive Abwehr ist die Arbeit ohne Ansi.sys. Ansonsten gibt es RAM-residente Programme wie Pksfansi.exe von Pkware, die alle Tastatur-Umbelegungen stoppt.