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14.07.1995

Powerline koennte Carrier und Netzbetreiber das Fuerchten lehren Neue Technologie soll Geraete ueber das Stromnetz verbinden

FRAMINGHAM (IDG) - Sollte Novell bei seinen Forschungsanstrengungen Erfolg haben, drohen Carriern und Kabelnetzbetreibern magere Zeiten. Die Netzwerkspezialisten arbeiten naemlich an einer Technologie, die den Transport von Daten ueber Stromkabel erlaubt.

Dabei, so die derzeitige Planung, unterstuetzt das Verfahren nicht nur die Verteilung von Informationen, sondern gibt Netzwerkherstellern, Wachdiensten und anderen die Moeglichkeit, Geraete remote zu ueberwachen und zu verwalten.

Novells "Powerline Technology" besteht aus einem Satz von Protokollen und Schnittstellen, die es erlauben, Devices wie Alarmanlagen oder Kaffeemaschinen mit Hilfe der NEST-Technologie ueber Stromleitungen zu steuern.

Laut Chris Sontag, Direktor fuer Produktentwicklung und Marketing bei Novells Extended Networks Division, eignet sich Powerline vor allem zur Verbindung von remoten Bueros und Heimarbeitern mit lokalen Netzen im Unternehmen. Dabei biete das neue Verfahren den Vorteil, dass so hoehere Transferraten als ueber Modemverbindungen realisierbar seien.

Analysten wie Jack Gold von der Meta Group Inc. in Stamford, Connecticut, sehen in dieser Methode ebenfalls eine gute Loesung, um Netz-Managern mehr Flexibilitaet beim Design ihrer Netz zu geben. Grundsaetzliche Probleme bei der Verwirklichung des Verfahrens erkennt Gold nicht, da die Kupferkabel der Stromleitungen prinzipiell die gleiche Art von Kabel sei, ueber die bisher auch die Ethernet-Pakete im lokalen Netz verschickt werden. Zwar sei auf den Stromleitungen mit Rauschen und Interferenzen zu rechnen, doch dies, so der Analyst, koenne mit entsprechendem Signal Processing behoben werden. Gold geht denn auch davon aus, dass eine Bandbreite von 2 bis 3 Mbit/s realisierbar ist.

In der Praxis duerfte das neue Verfahren in etwa so funktionieren: Die Anwender schliessen ihre PCs ueber ein entsprechendes Powerline- Modem, das die Ethernet-Pakete in Powerline-Verkehr konvertiert, an das Stromnetz an. An einem zentralen Punkt wandeln Router die Daten dann in TCP/IP oder andere Netzprotokolle um und leiten sie via Internet oder andere WANs an ihren Bestimmungsort weiter.

Waehrend in den USA nach Angaben von Novell-Manager Sontag die neue Technologie bereits Ende dieses oder zu Beginn des naechsten Jahres auf den Markt kommen soll, weiss man bei der deutschen Novell- Niederlassung in Duesseldorf noch nichts von entsprechenden Plaenen.