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24.03.1995

Powersoft-Tool unter der Lupe Powerbuilder 4.0: Neue Features sollen nun den Ruf aufpolieren

REDMOND (IDG) - Als instabil galt das Entwicklungs-Tool

"Powerbuilder", als es noch Eigentum der von Sybase aufgekauften Powersoft Corp. war. Nun ist die erste Version unter Sybase-Regie auf dem Markt, die die Anwenderklagen zum Verstummen bringen soll. Die CW-Schwesterpublikation "Infoworld" liess von Rober Gryphon* Funktionstests durchfuehren und benotet die Ergebnisse.

Powersoft bietet Powerbuilder fuer drei Unternehmenssegmente an: fuer den Desktop, als "Team/ODBC" und als "Enterprise"-Version. Mit der Desktop-Ausfuehrung lassen sich lediglich 16-Bit-Einzelplatz- Applikationen bauen, die mit den Desktop-Datensystemen verbunden werden koennen.

Team/ODBC ist ebenfalls eine 16-Bit-Version, enthaelt aber Datenbankschnittstellen im Microsoft-Format Open Database Connectivity (ODBC) Version 2.0, an. Ausserdem finden sich erste Funktionen, die zur Teamentwicklung benoetigt werden.

Die Enterprise-Variante, die von Cryphon getestet wurde, bietet neben der 32-Bit-Unterstuetzung fuer Windows NT und Windows 95 den C++-Compiler von Watcom. Dieses kanadische Unternehmen wurde ein halbes Jahr vor der Sybase-Uebernahme von Powersoft geschluckt. Nur diese Powerbuilder-Ausfuehrung verfuegt ueber native Datenbanktreiber fuer Lotus Notes, Sybase 10, Oracle 7, Sybase SQL Server, Microsoft SQL Server, Informix, Allbase, DB2/6000, XDB, SQL Base 5 und Watcom SQL Server 4.0.

Zustand stabil - lautet die Diagnose

In Version 3.0 verursachte vor allem der Zugriff auf Daten, die im SQL Server von Microsoft abgelegt waren, Probleme. Gryphon und sein Team prueften hier deshalb besonders gewissenhaft: "Die Verbindung funktioniert muehelos - eine angenehme Ueberraschung." Obwohl das Front-end "Database-painter" auffaellig langsam reagierte, bekommt der Punkt "Zugang zu Datenbibliotheken" ein Ausgezeichnet.

Mit einem Sehr gut werden die Moeglichkeiten zur Erstellung von Graphical User Interfaces (GUIs) bewertet. Hervorgehoben wird auch die Faehigkeit des Bericht-Tools, mit Hilfe von Datenfenstern geschachtelte Reports zu erstellen. In speziellen Fenstern wird dazu eine Datenbankabfrage mit einer Praesentationsart verknuepft. Dabei kann die Abfrage so einfach sein wie das Herausgreifen einer einzelnen Tabellenspalte oder ein komplexes Select-Statement in SQL. Ausserdem koennen die Fenster Daten von externen Quellen abbilden, etwa als Ergebnis einer Stored Procedure.

Gryphon bewertet den Maskengenerator ebenfalls mit der Bestnote, wobei er die Flexibilitaet der Objektarchitektur besonders hoch einschaetzt. Dagegen sieht er noch Handlungsbedarf in der Kategorie Debugging. Im Vergleich zur Vorgaengerversion gebe es nur marginale Veraenderungen.

Um die Teamqualitaeten von Powerbuilder zu beurteilen, prueft Gryphon auch die Einbindung von Fremdanbieter-Tools. So verfuegt das Werkzeug mit der Ausnahme von Check-in und -out-Kontrollen ueber keine eigenen Features zur Versionskontrolle. Gryphon empfiehlt hier, auf

"PVCS" von Intersolv zurueckzugreifen, das sich offenbar problemlos einbinden laesst. Ausserdem habe Powersoft den Support fuer "Endeavor" von der Legent Corp. verbessert.

Gryphon gelangt zu dem Schluss, dass es nur eine wesentliche Neuerung in der Version 4.0 gibt: die 32-Bit-Unterstuetzung. Werde diese nicht benoetigt, koenne man sich das Geld fuer ein Upgrade sparen.