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Kommentar


08.11.1996 - 

PPS-Objekte

Ein Alleinstellungsmerkmal ist Komponenten- oder Objekttechnik nicht mehr. SAP zerlegt schon seit einiger Zeit den Monolithen R/3 in einzelne Business-Bausteine, Baan folgt diesem Weg und verwendete bereits in der damals noch Triton genannten Software 4GL-Objekte. Im Internet-Zeitalter sprechen Analysten von den Erfindern der "Pre-Applets".

Daß nun auch die in der mittelständischen AS/400-Welt erfolgreichen PPS-Anbieter SSA und J.D.Edwards diesem Beispiel folgen, hat seine Gründe nicht nur in der notgedrungenen Öffnung für Unix und Windows NT. Was dem Anwender unter der Bezeichnung Objekttechnik als Chance für ungeahnte Flexibilität bei der Gestaltung von Geschäftsprozessen verkauft wird, ist für den Hersteller Selbstzweck. Hochintegrierte Systeme lassen sich eben nicht mit vertretbarem Aufwand zum Industrie-Allrounder bis in Nischenmärkte hinein erweitern. Allein die Kapselung kleinster Vorgänge zu Objekten weist bislang einen gangbaren Weg, um die Komplexität der Software zu beherrschen. Wer dann auch noch wie SSA und JDE auf die allmählich reifenden Corba-Spezifikationen setzt, dürfte mit der Anbindung spezialisierter Applikationen künftig keine Probleme mehr haben.

Wieviel Unabhängigkeit sich für den Anwender durch standardisierte, statt wie im Fall von SAP zertifizierte Schnittstellen ergibt, werden die nächsten Jahre zeigen. Rund 26000 paketierte Altanwendungen warten allein in Deutschlands Industrie auf Ablösung.