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02.09.1994

PPS-Systeme brauchen gute Strategien fuer den Erfolg

Nach der Wende investierten nicht wenige Betriebe in den neuen Laendern in Softwareloesungen, die sie heute nicht mehr gebrauchen koennen. Vor neuen Kosten scheuen sie jedoch zurueck. So mancher Anwender versucht, sein altes DV-Konzept aufzumoebeln. Doch das ist nicht nur teuer, sondern auch selten erfolgreich.

Viele ostdeutsche Unternehmen stecken heute in einer Zwickmuehle: Auf der einen Seite haben sich die nach der Wende eingekauften DV- Systeme noch nicht amortisiert. Andererseits muss jedoch schnellstens in die Zukunft investiert werden. Diktiert werden den Firmen die Anforderungen der naechsten Jahre vom internationalen Markt: Verlangt sind qualitaetsgerechte Produkte, puenktliche Lieferbereitschaft und wettbewerbsfaehige Preise. Aufgaben, die nur ueber eine moderne rechnergestuetzte Produktionsplanung und - steuerung (PPS) loesbar sind.

Die Auswahl des richtigen DV-Systems ist fuer die Unternehmen kein geringes Problem. Oft ist Unsicherheit aufgrund mangelnder Erfahrungen ein Grund fuer das Zurueckschrecken vor neuen PPS- Anwendungen. Auch die Komplexitaet, im Idealfall ein Ergebnis der Integration aller betrieblichen Abteilungen, laesst so manchen Anwender lieber weiter in alten Bahnen werkeln oder bisher genutzte DV-Pakete durch Teilloesungen aufwerten. Das Zusammenstueckeln von Inselloesungen bringt jedoch keinen Gewinn.

Bevor ein PPS-System Erfolg haben kann, sollten die notwendigen Voraussetzungen klar sein. Sie betreffen die Organisation der Firma sowie den Zielmarkt und die vom Kaeufer verlangten Produkte. Bereits hier beginnen die Aufgaben fuer die Hersteller von PPS- Loesungen.

Der in der Regel projektunkundige Nutzer sollte vom Softwarehaus eine fachliche Unterstuetzung von A bis Z erwarten koennen. Dazu gehoeren im Vorfeld nicht nur ausfuehrliche Beratung und Analyse der betrieblichen Anforderungen beim Anwender, sondern auch ein umfassendes DV-Konzept.

In der Implementierungsphase muss der Softwerker die Einfuehrung der Programme sowie die Schulung der Mitarbeiter uebernehmen. Damit nicht genug: Waehrend der Nutzung des Systems sollte der Kunde bei Marktveraenderungen weiterhin beraten und Support per Hotline sowie Service vor Ort angeboten werden.

Der Einsatz moderner Technologien bedeutet meist auch eine neue Struktur im Unternehmen. Dabei ist die Anwendung von Standardsoftware eine grosse Hilfe. Als Pfahl im Sumpf wirkt sie wie ein organisatorischer Leitfaden, an dem sich die Betriebe orientieren, um ihre Logistik in den Griff zu bekommen.

Ein Grund fuer das Hinauszoegern laengst faelliger DV-Systeme sei der nicht unerhebliche Aufwand fuer die Projekteinfuehrung. Hier gilt es, den Betrieben einen auf ihre Belange massgeschneiderten Projektplan anzubieten.

Die Anwendung eines kompletten PPS-Systems, das auch langfristig Kostenvorteile bringen soll, muss jedoch nicht in einem Ruck erfolgen. Die verwendete Software sollte in jeder beliebigen Kombination eingesetzt werden koennen. Somit kann der Anwender die Einfuehrung der Programme individuell gestalten. Durch den modularen Aufbau und den Zugriff auf zentrale Datenbanken koennen Softwarepakete der kommerziellen Bereiche (Finanz- und Rechnungswesen) auch in andere Anwendungen des Unternehmens integriert werden.

Den mittelstaendischen Firmen in den neuen Bundeslaendern bieten sich heute zahlreiche neue Marktchancen. Wollen sie aber auf dem internationalen Markt Fuss fassen, werden sie an an den Investitionen in moderne Informationssysteme nicht vorbeikommen.

Von Roland Wuest. Der Autor ist Vertriebsbeauftragter der Remhold+Holzer EDV Beratung GmbH in Filderstadt/Bonlanden.