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21.06.2002 - 

CDI mit guter Vermittlungsquote

Praktika sichern den Berufseinstieg

MÜNCHEN - Ein Praktikum, das Schulungsteilnehmer während einer Weiterbildung absolvieren, verbessert anschließend die Aussicht auf einen festen Job. Darin sind sich die Bundesanstalt und die Bildungsträger einig. Beide Seiten verlangen voneinander mehr Engagement. Von CW-Mitarbeiterin Bettina Wirth

Florian Gerster, Vorstandsvorsitzender der Bundesanstalt für Arbeit (BA), Nürnberg, fordert die Bildungsträger auf, Schulungen verstärkt durch Berufspraktika zu ergänzen. Damit rennt Gerster bei den Weiterbildern offene Türen ein. Denn auch die wissen, dass ein Praktikum häufig die Eintrittskarte in die Berufswelt ist. Das bestätigt Cathrin Cambensi vom IT-Trainingsanbieter CDI Deutsche Private Akademie für Wirtschaft GmbH, München. Das Unternehmen könnte mehr Weiterbildungen mit Praxisphasen anbieten - die müsste die BA allerdings entsprechend fördern, so Cambensi.

Die BA gibt derzeit etwa sieben Milliarden Euro im Jahr für berufliche Weiterbildung aus. 2001 haben 450 000 Arbeitslose eine vom Arbeitsamt finanzierte Weiterbildung begonnen. Zwei Drittel der Absoventen waren innerhalb eines halben Jahres nach Kursende nicht mehr arbeitslos. Das Schulungsunternehmen CDI vermittelt eigenen Angaben zufolge je nach Schulung 80 bis 100 Prozent seiner Kursteilnehmer in eine Festanstellung. Am größten ist die Erfolgsrate bei Schulungen, die einen staatlich anerkannten Ausbildungsberuf zum Ziel haben und ein Praktikum enthalten.

Die Bildungsträger betreiben einigen Aufwand um nachzuweisen, wie viele ihrer Umschüler im Laufe von sechs Monaten nach der Maßnahme einen festen Job gefunden haben, schildert Cambensi. So telefonierten die Qualifizierungs-Manager teilweise hinter den ehemaligen Kursteilnehmern her. Der Vermittlungsnachweis sei aber Pflicht, weil die Arbeitsämter nur bei entsprechendem Vermittlungserfolg den Nachfolgeauftrag erteilten.

Um die erfolgreiche Kursteilnahme sicherzustellen und die Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen, siebt der Schulungsanbieter im Vorfeld die Kandidaten mit einer Eignungsprüfung aus, die das abstrakt-logische Denken und weitere Schlüsselqualifikationen testet. Ein Grund zur Absage kann etwa im Fall einer SAP-Schulung die mangelnde Reisewilligkeit des Teilnehmers sein.