Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

15.09.1995

Praktisches Software Engineering - Vorgehen, Methoden, Werkzeuge

Hans Dieter Beims, Hanser Verlag, Muenchen 1995, 228 Seiten, 68 Mark

Die Zahl der Veroeffentlichungen zum Themengebiet Software- Engineering hat derartige Ausmasse erreicht, dass Programmierer Schwierigkeiten haben, das Angebot zu ueberschauen. Fest steht jedoch: Die meisten Werke befassen sich entweder sehr allgemein mit den vorhandenen Methoden zur Software-Entwicklung oder gehen ganz speziell auf bestimmte Instrumente ein.

Was bisher fehlt, ist eine ueberschauliche, kompetente und subjektive Darstellung von Vorgehen, Methoden und Werkzeugen aus Sicht eines Praktikers. Dieses Softcover beschreibt erfreulich unkompliziert, wie die ersten Schritte in Richtung CASE aussehen; naemlich eine Flut gutgemeinter Empfehlungen und Ratschlaege, die dem Programmierer nicht die Arbeit abnehmen, ein eigenes Gefuehl fuer den Sinn und Unsinn bestimmter Werkzeuge und Konzepte zu entwickeln. Dazu kommt die Empfehlung des Autors, sich von vornherein auf die Gueltigkeit der "80/20-Regel" einzustellen, nach der man mit 20 Prozent des Aufwands 80 Prozent des Ergebnisses erreicht, die verbleibenden 80 Prozent Muehe jedoch fuer den Abschluss der Arbeiten braucht.

Im Hinblick auf das Vorgehensmodell beschreibt das Buch einen beispielhaften Arbeitsfluss, geht auf Fragen des Qualitaetsmanagements ein und zeigt, mit welchen Methoden Anhaenger des "Configurations Management" an CASE herangehen. Die Daten-, Prozess- und Benutzerschnittstellen-Modellierung sowie der System- und Modulentwurf stehen im Zusammenhang mit praxisbewaehrten CASE- Methoden im Vordergrund.

Schwerpunkt des Buches sind die wichtigsten CASE-Werkzeuge. Im Mittelpunkt stehen neben einer Definitionshilfe fuer die Anforderungen an Werkzeuge die Hilfsmittel zur Werkzeugspezifikation wie etwa Sprachen zur Modellbeschreibung sowie Editoren und Analysatoren als elementare CASE-Werkzeuge. Thema sind ausserdem das Repository als Ablage aller Informationen eines Systems, Werkzeuge zur Unterstuetzung der ER-Methode (ER=Entity Relationship) sowie solche fuer den Entwurf von Modulen und Funktionen.

Das Buch ist verstaendlich geschrieben und gut strukturiert. Zur potentiellen Zielgruppe gehoeren angehende Programmierer, die sich einen Ueberblick ueber die CASE-Technik verschaffen wollen, ohne dabei in Literatur zu ertrinken.