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10.01.1997 - 

Thema der Woche

Praxis

Componentware, Software-Agenten und virtuelle Realität, ATM und Satellitenkommunikation, neuronale Netze und NCs - diese Themen beschäftigen nicht nur Theoretiker und Marketing-Leiter, sondern auch die IT-Verantwortlichen in den Anwenderunternehmen.

Aber im real existierenden DV-Betrieb gibt es auch ungezählte Zeilen Spaghettiartigen Cobol- oder Assembler-Codes, dazu Isam-Dateien und hierarchische Datenbanken, Standleitungen, DOS-PCs und 3270-Terminals. Anstatt den jeweils neuesten Trends der Informationstechnik zu folgen, müssen sich die IT-Abteilungen mit nur scheinbar trivialen Problemen herumschlagen. Eine neue Währungseinheit ("Euro") und Jahreszahlen, die mit einer 2 beginnen, sind nur zwei Beispiele dafür.

Der Übergang von der Mainframe-zentrierten zur Client-Serverorientierten Architektur - in Kongressen und Fachpublikationen kaum noch ein Thema - bindet bei vielen Unternehmen einen Großteil der Ressourcen. Auslöser war häufig die Entscheidung zugunsten einer Standardsoftware, meist R/3 von SAP. Mitten in diese aufwendigen Migrationen hinein platzte das Internet - oder vielmehr dessen unerwartet große Anziehungskraft. Sie schlägt auch solche Unternehmen in ihren Bann, die wenig Wert darauf legen, zur IT-Avantgarde zu gehören.

Das Geheimnis dieses Erfolgs ist vor allem die Simplizität eines Internet- oder Intranet-basierten Informationssystems. Zudem vermag eine solche Umgebung Informationen aus unterschiedlichsten Systemumgebungen unter einer einheitlichen Oberfläche zugänglich zu machen. Damit bietet sie zumindest eine Teillösung für das ewig ungelöste Problem: die Koexistenz alter und neuer IT-Komponenten.

Wie die Erfahrung zeigt, sind auch Mainframe-zentrierte Organisationen in der Lage, die Internet/Intranet-Techniken relativ schnell anzunehmen. Nach Ansicht einiger Marktbeobachter bieten monolithische Strukturen sogar ein besseres Sprungbrett in die Welt des Internet-Computings als moderne Client-Server-Systeme. Mittelfristig werden aber auch diese Anwender kaum um ein Re-Engineering herumkommen.Karin Quack