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Integrierte Halbleiter werden auch in Japan knapp:


22.07.1983 - 

Preise für Chips ziehen langsam an

TOKIO (VWD) - Integrierte Halbleiter werden auch in Japan langsam knapp. Die Preise ziehen infolgedessen an: Ein 64 K RAM Chip, der im Frühjahr noch für rund 600 Yen zu haben war, kostet nun zwischen 650 und 700 Yen. Unternehmen wie Sharp, Hitachi, Fuji und Mitsubishi versuchten zwar, ihre Produktion auszudehnen und die Investitionen zu erhöhen, doch in nächster Zeit müsse unter Umständen mit Lieferschwierigkeiten der Hersteller gerechnet werden, schreibt die Zeitung "Nihon Keizai" weiter.

Berichte über längere Lieferzeiten bei integrierten Bauelementen hatte es vor einiger Zeit auch schon aus den USA gegeben. Amerikanische Fachleute sind zum Teil der Meinung, in diesem und im kommenden Jahr werde das Angebot nicht mit der Nachfrage Schritt halten können. Weltweit rechnet Motorola mit Wachstumsraten von 18 Prozent in diesem und 25 Prozent im nächsten Jahr. Dennoch blieb und bleibt die Freude der US-Hersteller nicht ungetrübt: Sie haben "Angst" vor den Japanern, denn, so die fast einhellige Meinung, die Lieferschwierigkeiten der US-Hersteller erleichtern den Japanern den Zugang zum US-Markt, und es ließe sich nicht einmal viel dagegen sagen.

Was schon vor einiger Zeit auf einer Konferenz anklang, die von Rosen Research Inc. und dem Brokerhaus L. F. Rothschild, Unterberg, Towbin veranstaltet wurde, scheint sich nun abzuzeichnen. Das Rennen um den Halbleitermarkt wird der gewinnen, der seine Kapazitäten am schnellsten hochfahren kann.

Die Japaner scheinen auch den wieder steigenden Bedarf früher geahnt zu haben. Japanische Unternehmen hätten schon Monate vor ihren US-Konkurrenten begonnen, neue Maschinen für die Chip-Fertigung in den USA zu kaufen. "Die größten Aufträge", die wir hereinbekommen, vergeben Japaner, erklärte schon vor einiger Zeit Robert F. Graham, Senior Vice President von Applied Materials, die Geräte für die Halbleiterherstellung liefern. Somit kann es den US-Herstellern wieder so ergehen wie schon vor einigen Jahren bei den 16 Ks. Für "ein paar strategisch wichtige Monate" könnten die Japaner den US-Chipmarkt dominieren, da die einheimischen Hersteller noch nicht "fertig" sind. Die Amerikaner müßten dann wieder mit "Aufhol-Rennen" beginnen.