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31.03.1995

Preise mit fragwuerdigem Renommee

Eine Produkthitparade der besonderen Art hat "Infoworld"-Redakteur Nicholas Petreley erstellt. Den ersten Preis in der Kategorie "Produkte, die den Rahmen sprengen" vergab er an "Microsoft Word for Windows 6.0a". Seine Begruendung: "Diese Version ueberschreitet mit einiger Sicherheit die Anzahl der fuer eine Textverarbeitung sinnvollen Funktionen - mit der wahrscheinlichen Folge, dass alle Kapazitaeten knapp werden - Arbeitsspeicher, Prozessor-Power, Plattenplatz sowie die Geduld des Anwenders."

Bei den "Produkten, die moeglicherweise das Justizministerium beschaeftigen werden", rangiert "Linux" ganz oben. Das Desktop-Unix wird als Public-Domain-Software verbreitet und schart bereits eine begeisterte Fangemeinde um sich.

Als das "Produkt mit der augenscheinlich groessten Identitaetskrise" kuerte Petreley "Windows NT/AS 3.5". Microsoft setzt hier, so der "Infoworld"-Redakteur, seine Praxis fort, eines der maechtigsten PC-Betriebssysteme mit einer der enttaeuschendsten GUI- Realisierungen in der Geschichte der Mikroprozessor-basierten Rechner zu kreuzen.

"Enterprise Momentum" von Sybase ist fuer Petreley das "Produkt, das am schnellsten neu definiert wurde". Nachdem Sybase Powersoft uebernommen habe, sei der "Powerbuilder"-Konkurrent urploetzlich zur "nebuloesen Technologie" geworden.

Zudem schuf Petreley die Kategorie "Vaporware, die von der Presse am meisten beachtet werden wird". Den ersten Platz belegt Microsoft mit Windows 95.

"Microsoft aendert ein einziges Pixel am Eroeffnungsbildschirm, und es gibt wieder eine Geschichte", lautet die Begruendung.

Das "Produkt mit der kuerzesten Lebensspanne" in der PC-Geschichte war laut Petreley IBM OS/2 Warp, Version 3, Track 1. Die Auslieferung sei sofort eingestellt worden, nachdem eine Fehlermeldung bereits in der Installationsroutine aufgetreten war.

Einen Preis verlieh Petreley auch dem SCO-Produkt "Global Access" - weil es "die Faxmaschinen am besten auslastet". Die Dokumention sei an vielen Stellen falsch oder passe nicht zur jeweiligen Funktion. "Aber der technische Support wird ihnen gern die Korrekturen zufaxen", feixt der "Infoworld"-Schreiber.

Last, but not least, liess Petreley es sich nicht nehmen, auch ein Stueck Hardware zu ehren: als "das Produkt, das am wenigsten gern herausgegeben wurde". And the winner is: der Ersatz fuer den fehlerhaften Pentium-Chip.