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06.03.1998 - 

Thema der Woche

Preisrätsel

Bisher haben weder Microsoft noch Citrix endgültige Preise für ihre Multiuser-Produkte bekanntgegeben, die Mitte des Jahres auf den Markt kommen sollen. Microsofts Vorankündigungen http://www.microsoft. com/ntserver/guide/hydratop10. asp?A=2&B=12 drohen aber dem Codenamen "Hydra" zumindest in puncto Gefräßigkeit alle Ehre zu machen. Nach Berichten der CW-Schwesterpublikation "Network World" werden die Multiuser-Erweiterungen etwa mit 6000 Dollar extra zu Buche schlagen. Hinzu kommen Client-Zugriffslizenzen für die angeschlossenen Arbeitsplätze, egal um welche Systeme es sich dabei handelt. Bill Gates verrechnet dafür etwa den Preis "einer 32-Bit-Windows-Lizenz" (dies läßt offen, ob dabei Windows 95 oder NT gemeint ist, kolportiert werden 200 Dollar pro Client).

Der zuständige Manager John Frederiksen liebäugelt damit, nicht nur für die Anzahl der gleichzeitig aktiven Nutzer, sondern überhaupt pro Arbeitsplatz ("per seat") zu kassieren. Damit nicht abgedeckt sind Zugriffslizenzen für Windows NT als Datei- und Druck-Server. Da aber vermutlich die Mehrzahl der Windows-PCs nicht ausschließlich zur Terminalemulation genutzt werden, sondern auch weiterhin ihre angestammte Rolle spielen, kommt pro Arbeitsplatz diese Client Access Licence (CAL) noch hinzu.

Auch Citrix hält die Hand auf

Damit dürfte jedoch für viele Anwender noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht sein. Nach dem Abkommen zwischen Microsoft und Citrix bedient die Gates-Company vorerst nur Windows-Clients. Alle anderen Systeme benötigen neben der passenden Terminalsoftware die Hydra-Erweiterung "Picasso" von Citrix. Für solche Clients zahlt der Anwender deshalb Gebühren an Microsoft und an Citrix. Dies trifft auch bei großen Nutzerzahlen zu, da Hydra nicht für die Einrichtung von Server-Farmen geeignet ist. Dafür notwendige Funktionen bietet vorerst nur Picasso.

Das aktuelle Multiuser-System "Citrix Winframe 1.7" für NT 3.51 kostet inklusive 15 Client-Berechtigungen etwa 13000 Mark, 50 zusätzliche Zugriffslizenzen kommen auf 20000 Mark. Dies zeigt ungefähr die Größenordnung, in der sich die Ausgaben für Picasso bewegen könnten - auch wenn Peter Goldbrunner, Territory Manager bei Citrix Deutschland, nicht damit rechnet, daß die kombinierten Kosten für die Server-Software beider Hersteller jene von Winframe deutlich überschreiten werden. Sicher keine Änderungen gibt es bei den Kosten für Anwendungsprogramme: Da gilt das gleiche Lizenzmodell wie bei fetten Clients.