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13.09.2007

Preisschlacht im Virtualisierungsmarkt

Vom hitzigen Wettbewerb, so zeigte es die VMware-Hausmesse, werden die Anwender profitieren.

Rund 10 000 Besucher erlebten Mitte September in San Francisco eine VMworld, die selten so spannend war. Der Gastgeber VMware belegte mit der Präsentation neuer Produkte, dass er die Herausforderung der Wettbewerber annimmt und ihnen auf den eigenen Märkten entgegentreten wird. Der Virtualisierungsmarkt werde nach einer IDC-Prognose bis 2011 weltweit auf zwei Milliarden Dollar wachsen und biete folglich Platz für viele Akteure, versuchte VMware-Chefin Diane Greene, dem sich zuspitzenden Konflikt der Anbieter die Schärfe zu nehmen. Doch nicht nur schnelle technische Fortschritte sind absehbar, sondern auch ein Preiskampf, von dem die IT-Anwender profitieren werden.

Citrix und Microsoft dürften in Sachen Server-based Computing unter Druck geraten. Denn VMware präsentierte mit dem "Virtual Desktop Manager" ein eigenes Angebot für die zukunftsträchtige Desktop-Virtualisierung. Die Lösung hat den Vorteil, sich in die Administrationsumgebung des Marktführers für Server-Virtualisierung einbetten zu lassen. Die Konkurrenz war darauf schon vorbereitet.

Xensource hat Mitte August dieses Jahres mit der Open-Source-Lösung "Xen 4" technisch auf den ESX-Anbieter aufgeholt; wenige Tage später übernahm Citrix den aufstrebenden VMware-Konkurrenten. Xensource kündigte darüber hinaus unmittelbar vor der VMworld ein Angebot an, mit dem Rechnerhersteller seine Virtualisierungslösung in ihre Hardware integrieren können. VMware lancierte auf der Hausmesse ein ähnliches Produkt, den "ESX Server 3i". In gut einem halben Jahr werden Anwender Server kaufen können, die beim Booten von einem Flash-Speicher eine virtuelle Umgebung starten. Das wird die Erweiterung virtueller Systeme wesentlich beschleunigen.

Auf einer anderen Flanke greift Microsoft VMware an, bei der Administration virtueller Maschinen. Für Anfang 2008 annoncierte der Redmonder Softwareriese den "Virtual Machine Manager" (VMM), der sich eng mit den eigenen Lösungen für das IT-Management verbinden lässt. Er ermöglicht die Steuerung von virtuellen Systemen, selbst wenn sie mit ESX oder Xen geschaffen wurden, und umfasst auch die Kontrolle der physikalischen Server von einer zentralen Institution aus. Das vermag VMware momentan noch nicht zu bieten. Vor allem aber dürfte VMware schockieren, dass die Redmonder für VMM nur rund ein Zehntel dessen verlangen, was VMware bisher für die Administrationsumgebung "Virtual Center" ansetzt. (ls)