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Modcomps "jüngster" Minicomputer-Sproß 7810:


23.02.1979 - 

Preiswerte 16-Bit-"Classic" gegen Mikro-Trend

MÜNCHEN (pi) - Zwei Ziele hat sich die Modular Computer Systems (Modcomp) GmbH, München, aufs Panier geschrieben: Zum einen sollen OEM-Kunden, die mit Minicomputern arbeiten, vom Wechsel auf One-Chip-Mikroprozessoren abgehalten werden, indem sie bei konstantem Preis-Level mit der 128-KB-Classic 7810 nun eine schnelle

16-Bit-Maschine erwerben können. Zum anderen wollen die Münchener ihren Marktanteil auf dem Gebiet der industriellen Automation in Deutschland vergrößern.

Modcomp bringt mit dem Modell 7810 innerhalb von zehn Monaten bereits das dritte Mitglied seiner neuen Classic-Computerfamilie auf den Markt. Damit wird ein Anwenderkreis angesprochen, der vom gehobenen Mikrocomputerbenutzer bis zum vielseitig orientierten OEM-Kunden reicht.

"Die neue Classic 7810, vollkompatibel zu unseren älteren Systemen Modcomp II und IV sowie integrierter Bestandteil unserer modernen Classic-Computerfamilie, wird uns erstmals in größerem Umfange auch den OEM-Markt erschließen", glaubt Ulrich Giesen, Geschäftsführer der Modcomp GmbH.

Bei der neuen Classic 7810-Zentraleinheit handelt es sich um einen 16-Bit-Prozessor, der als Einplatinen-Computer oder als integrierte Einheit Verwendung findet.

Die OEM-Type 3140 mit 64 KB kostet - einzeln bezogen - 8700 Mark (14 175 Mark mit 128 KB). Die Zykluszeit des Arbeitsspeichers liegt bei 600 Nanosekunden (inklusive Error Checking); der gesamte Speicher von 128 KB ist direkt adressierbar. Die für alle

Modcomp-Rechner übliche Standard-Peripherie kann auch am Modell Classic 7810 eingesetzt werden.

Die Classic 7810-Echtzeitbetriebssysteme MAX II / MAX III und MAXNET erlauben simultanen Stapelverarbeitungsbetrieb, terminalorientierten Mehrbenutzerbetrieb, Netzwerk- und prioritätsgesteuerten Realzeitbetrieb, Remote-Batch- sowie transaktionsorientierten Terminal- und Kommunikationsbetrieb.

Die Software-Palette für die Classic 7810 umfaßt unter anderem Fortran IV-Compiler, Prozeß-Fortran, Cobol-ANSI 74-Compiler, Coral 66, RPG II, Basic, Total-Datenbanksystem, IBM 2780/3780/HASP-, Univac 1004-, CDC UT200- und UT200-MS-Emulatoren, Editor, Sort/Merge, Job-Control-Prozessor für Multi-Terminal-Betrieb, Job-Control-Sprache zur Erstellung von kundenspezifischen Prozeduren.

Ein typisches Classic 7810-Rechenzentrumssystem für Endkunden kostet in folgender Ausstattung 89 000 Mark:

- 128-KB-Zentraleinheit

- 10 MB Wechselplatte (2 x 5 MB)

- Front-Panel

- 2000-Zeichen-Bildschirm-Terminal

- 64 bis 440 Zeilen/Min.-Schnelldrucker

- 16 Kanal-V24-Multiplexer für den Anschluß weiterer 16 Terminals

- inklusive allem notwendigen Zubehör, Schrank und so weiter

- inklusive der Standard-Modcomp-Software.

Als Fortentwicklung gegenüber bisherigen Distributed-Processing-Verfahren bezeichnet Modcomp sein Modacs III-Prozeßanschlußsystem, "ein speziell auf die Bedürfnisse der Industrie ausgerichtetes Ein-/Ausgabe- und Verarbeitungs-System, das sowohl als lokale Prozeßanschlußeinheit an einem Modcomp-Computer als auch in sternförmigen und Ringleitungs-Prozeßnetzen entfernt (remote) betrieben werden kann.

Basis des Modacs III-Prozeß-Terminals ist das Modell 7810 der Classic-Serie. Der komplette Prozeßrechner-Satellit mit 128 KB wird - wie früher ein Schaltschrank - direkt zur Installation neben der Walzenstraße, im Qualitätslabor oder Prüfstand, neben dem

Aluminiumschmelzofen oder in der Werkzeugmaschine eingesetzt.

In der Grundversion besteht ein Modacs III-System aus einer Zentraleinheit mit 64, 96 oder 128 KB-Speicher, einer beziehungsweise zwei SDLC/HDLC-Schnittstellen für Rechner-Rechner-Verbindung (bis 1,344 Mega-Baud), einem Direct-Memory-Processor (DMP) sowie den erforderlichen Steuereinheiten und Verbindungen zum Anschluß digitaler und analoger Prozeßperipherie.

Der Preis für eine solche Basisversion liegt bei rund 26 000 Mark.