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06.11.2006

Premiere-Decoder erhalten RFID-Tags

Mit Hilfe der Funktechnik will der TV-Anbieter seine Lieferkette steuern.

Neukunden des Pay-TV-Senders Premiere erhalten demnächst Receiver, die mit einem Funkchip ausgestattet sind. Dank der Radio Frequency Identification (RFID) genannten Technik soll sich der Transport der Geräte von der Produktion in Ostasien bis zur Haustür der Kunden lückenlos verfolgen lassen. Den Auftrag für die Umsetzung erhielten Siemens Business Services (SBS) und die Fiege Gruppe.

Projektsteckbrief

Zur Identifikation der Premiere-Decoder diente bisher auf der Rückseite angebrachter Barcode. Wurde ein Gerät ausgeliefert oder zurückgenommen, war dieser Code manuell zu scannen. Dieselbe Prozedur fiel bei jeder Inventur im Zentrallager an. Mit RFID-Hilfe lässt sich dieser Vorgang erheblich beschleunigen. Laut SBS werden künftig ganze Paletten mit bis zu 80 Receivern innerhalb von Sekunden erfasst.

Zu diesem Zweck erhalten die Decoder während der Fertigung einen Funkchip mit Basisinformationen. Die zugehörigen Lesegeräte sollen beim Hersteller, im Fiege-Logistikzentrum in Erfurt und bei den ausliefernden Spediteuren stehen. In einem zentralen IT-System laufen die Informationen über den Lieferstatus zusammen. (qua)