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26.09.1980 - 

Elf amerikanische Zeitungen abrufbereit:

Pressedienst am Heimcomputer

COLUMBUS/OHIO - Associated Press hat in den Vereinigten Staaten das erste große Bildschirmzeitungs-Projekt organisiert.

Ein bundesweit tätiges, kommerzielles Rechenzentrum in Columbus (Ohio), die CompuServ Inc., setzt die Ausgaben von elf großen Tageszeitungen, der New York Times, der Washington Post, der Los Angeles Times, des St. Louis Dispatch, der Chicago Sun-Times, der Minneapolis Tribune, des Atlanta Journal and Constitution, des Norfolk Virginian-Pilot and Ledger-Star und der Middlesex News of Framingham in Bildschirmformate um und hält sich, nach New Yorker Zeit, zunächst von 12.00 Uhr mittags bis 1.00 Uhr morgens, an Wochenenden und Feiertagen ganztags dienstbereit.

Die Besonderheit des Projektes, dessen erste Versuchsphase sechs Monate dauern soll, liegt darin, daß die Kunden nicht unbedingt eigene Terminals kaufen müssen. Als Terminals werden vielmehr Home-Computer mit einem Telefon-Adapter für Übertragungsgeschwindigkeiten von 300 Wörtern pro Minute eingesetzt. Auf Bildschirmen oder auf Fernsehmonitoren, die sich die Bastler selbst an ihre Computer angeschlossen haben, werden Zeitungsnachrichten, Kommentare, Kolumnen, Features und eventuell qualifiziertes Anzeigengut der angeschlossenen Zeitungen dargestellt.

Der Versuch einer privatwirtschaftlichen Kooperation war in der amerikanischen Publizistik keineswegs unumstritten. Einige der Herausgeber glauben an die zügige Ausstattung der privaten Haushalte mit der erforderlichen Hardware, im wesentlichen mit Home-Computern, die in den USA für umgerechnet 1000 bis 1750 Mark zu haben sind. Andere glauben nicht an eine schnelle Marktdurchdringung privater Haushalte mit kleinen Computern.

Kalifornische Computer-Händler schätzen die gegenwärtige Installationsdichte im nördlichen Kalifornien auf etwa 30 000 bis 50 000 Systeme. In diesem Bereich liegt allerdings das berühmte Silicon Valley des Santa Clara-Bezirks. Dort vermutet man bei den technisch orientierten Bewohnern einen überproportional hohen Grad an Akzeptanz für Home-Computer. Der Empfang von Bildschirmtexten kostet fünf Dollar pro Stunde.