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07.06.1996

Pressespiegel

Das "Handelsblatt" zitiert den Bundespräsidenten: Die in ihrer Entwicklung noch jungen Kommunikationstechnologien überrollen buchstäblich unser gesamtes gesellschaftliches Dasein, konstatierte Bundespräsident Roman Herzog anläßlich eines Gespräches über die Kommunikationsgesellschaft der Zukunft, das das Bundespräsidialamt in Zusammenarbeit mit der Bertelsmann Stiftung im Schloß Bellevue durchführte. Längst hätten die Entwicklungen das Korsett des nationalen Rechts verlassen. Dies spreche keineswegs gegen den Versuch, einen rechtlichen Rahmen zu schaffen, zwinge aber zu einer offeneren Perspektive. "Wir dürfen nicht unsere Kraft darauf konzentieren", mahnte Herzog, "durch eine alleinige Fixierung auf mögliche Gefahren vor allem die Chancen zu verschütten."

"Der Spiegel" über die Sorgen der Energiekonzerne: Nach der Goldgräberstimmung der ersten Monate beginnen sie zu begreifen, daß prall gefüllte Konzernkassen und ein paar Telefonleitungen nicht ausreichen, um im Wettbewerb der internationalen Telefongesellschaften mithalten zu können. "Seit die Telekom Anfang des Jahres die Einführung von Rabatten für Großkunden angekündigt hat", klagt Vebacom-Chef Ulf Bohla, "ist das eigene Geschäft mit den lukrativen Geschäftskunden fast zum Stillstand gekommen." Und so konzentrieren sich die Strommanager darauf, die Startbedingungen möglichst günstig zu gestalten. Schon vor Wochen beschwerten sie sich bei Bundeskanzler Helmut Kohl über das schleppende Gesetzgebungsverfahren. Jetzt erhebt Hartmann erneut schwere Vorwürfe in Richtung Bonn. Das ehemalige Ziel der Bundesregierung, einen liberalen Telekommunikationsmarkt zu schaffen, drohe zu verwässern. Rückendeckung erhält Hartmann von RWE-Chef Dietmar Kuhnt. In entscheidenen Fragen des Wettbewerbs, befindet auch der RWE-Boß, gebe das Gesetz bisher keine klaren Antworten. Sollten diese Streitfragen nicht schnellstens geregelt werden, könne ein fairer Wettbewerb erst gar nicht entstehen.

Die "Wirtschaftswoche" erwartet Wettbewerbsverzerrung: Die neuen Anbieter im Telekom-Netzbetrieb werden in Deutschland primär aus dem monopolistisch strukturierten Bereich der Energieversorger kommen. Statt den Markteintritt an die Voraussetzung eines liberalisierten Stromsektors zu binden, scheint man in Deutschland funktionsfähigen Wettbewerb aus einer Kombination von Privatisierung des bisherigen nationalen Telekom-Monopolisten in Verbindung mit dem Markteintritt von Fremdmonopolisten zu erwarten. Die Stromkonzerne aber werden durch den Einsatz ihrer im monopolistischen Stammgeschäft erworbenen Gewinne den Wettbewerb beim Telekom-Netzbetrieb verzerren. Ökonomisch ineffiziente "Quersubventionierung" wird damit neuerlich begünstigt. Der Markteintritt in den Telekom-Markt sollte Energieversorgern deshalb nur bei freiwilligem Verzicht auf ihre Gebietsmonopole im Stromgeschäft gestattet werden.

Die "Süddeutsche Zeitung" fürchtet, daß Privatkunden draufzahlen: Nach dieser Methode ergab die neueste BAPT-Untersuchung für Geschäftskunden der Telekom durchschnittliche Jahresausgaben (Gesprächsentgelte, Grundgebühren sowie anteilige Anschlußgebühren) von rund 1872 Mark (1995: 2321 Mark). Die entsprechenden Beträge innerhalb der OECD-Länder bewegen sich bei einem Mittelwert von 2105 Mark innerhalb einer Bandbreite von 898 Mark (Island) bis zu 4338 Mark im Falle eines kanadischen Carriers. Im Privatkundenbereich erreichen die Jahresausgaben in OECD-Durchschnitt 824 Mark, wohingegen das BAPT für die Telekom 739 Mark (1995: 785 Mark) ermittelte. Die Spanne reicht hier von Island mit 401 Mark bis hin zu Portugal mit 1446 Mark. Differenziert nach Entfernungen zeigt die BAPT-Studie, daß die jetzt Mehrwertsteuer enthaltenden Orts- und Nahbereichstarife der Telekom seit Anfang 1996 für vorsteuerabzugsberechtigte Geschäftskunden zu einer Verbilligung um 12,5 Prozent, für Privatkunden jedoch zu einer Verteuerung um etwa sieben Prozent gegenüber dem OECD-Durchschnitt geführt haben.

Die "Personalwirtschaft" zitiert Studien zum Thema Personalmanagement: Zwei Drittel der Unternehmen sehen einen qualitativ-inhaltlichen Verbesserungsbedarf hinsichtlich ihrer Funktionsbewertungs- und Vergütungssysteme: Forcierung des Gesamtvergütungsansatzes, Abkehr von überdifferenzierten Gehaltsgruppen und Punktkultur, Verknüpfung mit Personalentwicklung. Fast jedes zweite Unternehmen zeigt effizienzmäßigen und organisatorischen Verbesserungsbedarf hinsichtlich Funktionsbewertung und Vergütung an: Reduktion des Bewertungsaufwands und Effektivitätssteigerung des Informationsmanagements. 86 % der Unternehmen sehen einen qualitativen Verbesserungsbedarf hinsichtlich ihrer Zielvereinbarungs- und Leistungsbeurteilungssysteme... Etwa zwei Drittel aller Befragten räumen den Maßnahmen zur Förderung einer stärkeren Leistungsorientierung die oberste Priorität ein. Mindestens jedes zweite Unternehmen setzt dabei auf die Ausdehnung von leistungs- und ergebnisabhängigen Vergütungsanteilen. Jedes dritte Unternehmen unterstützt diese Flexibilisierungsbestrebungen durch die Einführung von größeren Gehaltsbandbreiten.