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10.03.1995

Pressespiegel

"Der Spiegel" ueber die Zukunft der deutschen Industrie: Langfristig kann die deutsche Industrie ihre Postion nur halten oder gar ausbauen, wenn sie wieder in die Offensive geht: mit neuen Produkten fuer die Maerkte. Dazu braucht sie, was der Wissenschaftler Wildemann den "Rohstoff Kreativitaet" nennt. Kostensenkungen allein reichen jedenfalls nicht aus, sie koennen die Strategie, die vielen Unternehmen fehlt, nicht ersetzen. Zudem fuehren Produktivitaetsschuebe meist nur kurzfristig zu einem Vorsprung im weltweiten Wettbewerb - so lange, bis die internationalen Konkurrenten ihre Betriebe ebenfalls umgebaut haben. Die eigentlichen Probleme der deutschen Wirtschaft wurden in der Krise gar nicht angegangen, geschweige denn geloest: Sie fertift, wenn auch inzwischen kostenguenstiger, nach wie vor konventionelle Produkte. In Zukunftsbranchen dagegen spielt sie keine Rolle.

Das "Capital" sprach mit dem Karstadt-Boss Walter Deuss:

Capital: Sie befuerchten nicht, dass die neuen Medien gar nicht vom Konsumenten akzeptiert werden?

Deuss: In fuenf bis zehn Jahren, wenn die heutige Generation der Computer-Kids durchgewachsen ist, sieht die Welt ganz anders aus. Diese Generation ist viel mobiler und informierter als die vorangehende. Deutsche Schulklassen kommunizieren heute mit amerikanischen per Satellit und wachsen damit in eine globale Lebenswelt hinein, wo Entfernungen kaum noch eine Rolle spielt.

Capital: Das Rad dreht sich immer schneller. Koennen Sie als Topmanager da ueberhaupt noch steuern?

Deuss: Wenn ich das konsequent zu Ende denke, dann ergaebe sich mit Hilfe lueckenloser Telekommunikation ein In-time-Informationskette vom Kunden zum Liferanten, die letztlich jede operative Planung ueberfluessig macht. Die Aufgabe der Manager waere nur noch, die Strukturen zu coachen. Alles andere liefe dann fast von allein.