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18.04.1995

Pressespiegel

"Der Spiegel" hat Bill Gates im neuen Batman-Film gesehen: Der Schurke naemlich, der Edward Nygma (Jim Carrey) heisst und so irre ist wie sonst nur die Jungs aus dem Silicon Valley, hat ein Geraet erfunden, welches seine Bilder und Wahnvorstellungen direkt in die Koepfe des Publikums projiziert; es schickt den Leuten die perfekten Illusionen, dreidimensional und nicht mehr zu unterscheiden von der Wirklichkeit. Und es gewaehrt dem verrueckten Wissenschaftler den Zugriff auf die Traeume und Gedanken seiner Kunden: "Wenn Wissen Macht ist, dann bin ich Gott." Es ist kein Zufall, dass dieser Bursche mit seiner starken Brille, den ungekaemmten Haaren und den hochgezogenen Schultern eine flackernde Aehnlichkeit mit Bill Gates hat (...). Es sind nicht nur die Gesetze des Comic strips, die diesen Stubenhocker in den "Riddler" verwandeln, einen boesen Kobold, der in Raetseln spricht: wie alle Programmierer. Und sein Werk, das Netz der absoluten Illusion: So stellt sich Hollywood in seinen Alptraeumen das Internet vor - oder das neue Netzwerk von Microsoft, durch das Bill Gates bald in alle Computer gucken kann.

Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" unterscheidet Wunsch und Wirklichkeit des Online-Business: Hoffnungen setzen die Verlage auf das Geschaeft mit elektronischen Produkten (CD-ROM und On-line- Dienste). Zwei Drittel der Verlage bieten solche Produkte bereits an. Nach der Befragung von Horizont (Verlags-Fachzeitung, Anm. d. Red.) halten 98 Prozent der Verlagsunternehmen elektronisches Publizieren fuer wichtig oder sehr wichtig. Allerdings werfe dieser Geschaeftszweig bisher kaum Gewinne ab, heisst es.

Die "Wirtschaftswoche" befasste sich mit der EU-Kommission: Ab August will Firmenchef Bill Gates sein neues Computerprogramm Windows 95 auf den Weltmarkt bringen, das als Beigabe einen direkten Zugang zu seinem Microsoft Online-Dienst bietet. Mit seinem Zugriff auf Millionen von PC weltweit hat Microsoft einen Riesenvorsprung gegenueber den anderen Online-Diensten - vor allem in Europa. EU-Wettbewerbskommissar Van Miert, gespickt mit Informationen der US-Wettbewerbshueter, sieht gute Chancen fuer ein neues Verfahren gegen Microsoft. Grund diesmal: Missbrauch seiner marktbeherrschenden Stellung.

Nicholas Negroponte sprach mit der "Woche" ueber seine Medien- und Vernetzungsvisionen: Werfen wir Negroponte ein paar Stichworte an den Kopf: 1. Arbeitslosigkeit. Nach Fertigstellung des Buches ("Total Digital", Anm. d. Red.), sagt er, habe er mehr darueber nachgedacht. Kein Zweifel: "Wenn wir im Buero denselben Grad an Automatisierung einfuehren wie in den Fabriken, wird es eine riesige neue Welle von Arbeitslosigkeit geben." Doch er laechelt auch jetzt: Anno 2010, glaubt er, "wird der groesste Arbeitgeber 'Self' (Selbst) heissen" - viele werden lernen, wie man daheim globale Geschaefte im Internet macht.