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02.06.1995

Pressespiegel

Mut zum Experiment vermisst die "Wirtschaftswoche" auf hiesigen Chefetagen: "Deutsche Unternehmen zeichnen sich bei der Rekrutierung ihres Managements nicht gerade durch Risikobereitschaft aus", hat Organisationsberater Karlheinz Schwuchow von CSC Index in Muenchen beobachtet. Die meisten Personalchefs halten es lieber mit makellosen Lebenslaeufen. Uebrig bleiben dabei oft nur stromlinienfoermige Manager - Schoenwetterkapitaene, die im Routinegeschaeft gut zurechtkommen, aber unfaehig sind, ein Unternehmen durch schwere Wetter zu lotsen.

Die "FAZ" ueber Siemens: Die traditionellen Staerken eines Unternehmens reichten heute nicht mehr, um in dem verschaerften internationalen Wettbewerb zu ueberleben. Auch einmalige Kraftakte und Kostensenkungsprogramme genuegten nicht, weil sie nur am Vorhandenen ansetzten. Notwendig seien Innovationskraft und die Erschliessung neuer Maerkte. Auf diese Weise hat der Siemens- Vorstandsvorsitzende Heinrich von Pierer auf dem 25. St. Galler Managementgespraech in St. Gallen die Zukunftsstrategie des Elektrokonzerns beschrieben. Wie von Pierer darlegte, seien die Zeiten vorbei, in denen man Verlustbringer jahrelang mitschleifen und quersubventionieren koenne. Verlustquellen muessten notfalls auch mit Haerte bereinigt werden.

Gemini-Consulting-Chef Wolfgang Titze und das "Manager Magazin" ueber neue Kommunikationstechnologien:

MM: Was muessen Unternehmen tun, um die Zukunft nicht zu verpassen?

Titze: Sie muessen bereits heute in unternehmensuebergreifenden Netzwerken denken. Sie muessen den enormen Einfluss der Informationstechnologie erkennen. Ein Unternehmen, das seine Aussenbeziehungen und seine Informationsverarbeitung nicht schnell genug optimiert, wird den Kampf um die Zukunftsmaerkte verlieren.

MM: Herr Titze, schreckt Sie nicht die Vorstellung, dass Mitarbeiter in Zukunft ueber PC, Voice Mail, Electronic Mail und Videokonferenzen von zu Hause aus miteinander kommunizieren? Wo bleiben die persoenlichen Kontakte?

Titze: Die holt sich der Mitarbeiter kuenftig in der Familie, in der Freizeit, bei gesellschaftlichen Aktivitaeten. Aber ich gebe Ihnen recht, ein Unbehagen bleibt. Etliche Philosophen meinen, der Mensch habe die Technologie schon seit langem nicht mehr im Griff. Ich persoenlich bin gespalten. Auf der einen Seite bin ich von der Geschwindigkeit in der Informationsverarbeitung fasziniert. Andererseits bin ich durch eine humanistische Bildung gepraegt. Und die sagt mir, Virtualitaet bedeutet Entmenschlichung. So schaue ich mit Skepsis und Neugier zugleich in die Zukunft und stelle mir die spannende Frage: Kann sich der Mensch an das virtuelle Zeitalter anpassen?