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01.04.1994

PRESSESPIEGEL

Die IT-Nachrichten "Splitter" fuer die Berliner Verwaltung ueber die Netzproblematik: Nachdem in vielen Dienstgebaeuden die Netzdosen und Kabel planmaessig installiert wurden (oder auch kleine Netze "wild" gewachsen sind), treten verstaerkt die Probleme der Betreuung und Wartung, der Ausfallsicherheit und der Schnittstellen auf. Ursache ist wie immer das "Urlaubssyndrom der Informationstechnik". Diese von erfahrenen Praktikern aufgestellte und empirisch abgesicherte Regel besagt, dass die Komplexitaet der Informationstechnik erst dann sichtbar wird, wenn der einzige Experte im Urlaub ist. Weiter wurde festgestellt, dass die Komplexitaet gerade im Netzbereich waehrend des Beschaffungsvorgangs gegen Null tendiert, jedoch sofort bei Anlieferung der ersten Kartons mit Technik sprunghafte und ungeahnte Werte annimmt.

Die Zeitschrift "Der Betriebswirt" ueber Lean Management: Aus Unternehmen kommen in juengster Zeit Meldungen, dass dort komplette Ebenen aus der Hierarchie eliminiert werden. Nimmt aber deshalb die quantitative Kapazitaet des Managements ab? Die Erfahrung belegt, dass dies haeufig nur nominell der Fall ist, weil fuer organisatorische Aenderungen nicht nur die Managementkapazitaet konstant gehalten, sondern sogar noch vergroessert wird. Wenn zum Beispiel aus einer Stab-Linien- eine Matrixorganisation gemacht oder die Unternehmung in Profitcenter zerlegt wird, liegt der Gedanke nahe, dies ginge nur mit mehr Personal, einmal, um die Neuorganisation zu "managen", zum anderen, um danach an ihr festhalten zu koennen.

Johannes Gross im "Capital" ueber den Begriff des Arbeitsplatzes: Die ueberlieferte Vorstellung, es gaebe so etwas wie einen "Arbeitsplatz", trifft die soziale Wirklichkeit nicht mehr. Das Wort sagt ja, dass einer einen Arbeitsplatz einnimmt oder sich auf ihn setzt und von da aus den festumschriebenen Zirkel von Taetigkeiten und Handreichungen bewerkstelligt, wie es Vorgaenger taten und wie es Nachfolger tun sollten. Die Beobachtung, dass es mit dem Konzept des Arbeitsplatzes vorbei ist, kann nicht ohne schon jetzt absehbare Konsequenzen bleiben. Sie sind noch immer die meisten Ausbildungsgaenge am Endziel "Arbeitsplatz" ausgerichtet. Das Ziel der Ausbildung muss aber kuenftig nach einer Grundoption fuer ein bestimmtes Berufsfeld sich nicht an einem Arbeitsplatz orientieren, sondern die Faehigkeit entwickeln, notfalls in rascher Folge und beinah uebergangslos die unterschiedlichsten Funktionen wirkungsvoll zu besetzen.