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02.12.1994

Pressespiegel

Sonys Europa-Chef Ron Sommer in "Capital" ueber den Information- Highway in Deutschland: In Europa haengen nicht die direkt beteiligten Unternehmen zurueck. Wohl aber die Oeffentlichkeit und die Politik. Man muss sich zum Beispiel fragen, ob in Deutschland jedes Bundesland sein eigenes Sueppchen bei Projekten fuer die Datenautobahn oder Interaktiv-TV kochen muss. Die Amerikaner bauen den Information Superhighway und haengen das Projekt direkt beim Vizepraesidenten Al Gore auf. Anders in Deutschland: Wir siedeln es bei den einzelnen Bundeslaendern an, und - wenn moeglich - sogar noch eine Etage tiefer etwa bei den Buergermeistern. Das ist doch provinziell. Die deutsche Politik vernachlaessigt den Infohighway, indem sie ihn mit der Reparatur einer Dorfstrasse verwechselt. Hinzu kommt, dass die Planer in den Landesministerien moeglichst nicht miteinander reden, weil jeder um seinen Wissensvorsprung fuerchtet.

Der Technologie-Experte Konrad Seitz in dem Wochenblatt "Die Zeit" vom 18. November 1994 ueber Wachstumsbranchen: Die deutsche Volkswirtschaft hat auslaufende Produkte wie Massentextilien, Massenstahl, Standardschiffbau, Kohle. Dann haben wir reife Produkte, naemlich unsere vier grossen Industrien: Maschinenbau, Auto, Chemie, Elektrotechnik - nicht Elektronik! In diesen vier Branchen macht uns kaum einer was vor. Doch sie produzieren mit immer weniger Arbeitskraeften, bauen ununterbrochen Stellen ab. Ich sehe deshalb nicht, wie wir das zentrale Problem der Arbeitslosigkeit loesen wollen, ohne dass wir endlich massiv in die neuen Wachstumsindustrien vorstossen. Das sind vor allem Dinge wie Multimedia-Dienste. Da entstehen in der Produktion der Programme, der Inhalte Millionen Arbeitsplaetze in neuen, kleinen Unternehmen. Und jetzt gucken Sie einmal, wer diese Zukunftsprodukte entwickelt: Amerika.

Der Bildungsexperte Alfons Rissberger im "Spiegel" ueber Computer im Unterricht: Vor ueber 2000 Jahren war Platon gegen die Einfuehrung der Schrift in der Bildung; er war der Ueberzeugung, wer mitschreibt, der kann nicht mehr konzentriert zuhoeren. Vor wenigen Jahren bekaempften viele Paedagogen noch den Taschenrechner, obwohl er unter den Schuelern laengst verbreitet war. In den Schultaschen von morgen werden tragbare Computer ganz selbstverstaendlich Hefte und Buecher ergaenzen und teilweise ersetzen. Der Computer behindert das Denken nicht, er foerdert es. Tatsache ist, dass Lehrer, die an Pilotprojekten beteiligt waren, am Ende nicht mehr auf den Rechner verzichten wollten.