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22.12.2000 - 

Erneut Entlassungen beschlossen

Priceline.com zieht die Notbremse

MÜNCHEN (CW) - Im Rahmen einer Umstrukturierung entlässt Priceline.com weitere elf Prozent der Belegschaft. Die Internet-Preisagentur hofft, mit der Konzentration auf den Online-Verkauf von Flugtickets bald wieder profitabel zu sein.

Anstatt neue Geschäftsfelder zu erschließen, will Priceline.com jetzt versuchen, sich mit Hilfe des Kerngeschäfts, dem Verkauf von Billig-Flugtickets via Internet, in die Gewinnzone zu bringen. Das "Name-your-price"-Geschäftsmodell, mit dem die Internet-Agentur Furore machte, wird nicht wie geplant nach Japan exportiert. Ursprünglich wollte die Internet-Company im Rahmen eines Joint Ventures mit der japanischen Softbank E-Commerce eine Niederlassung in Nippon gründen. Auch die Pläne, eine Business-to-Business-Website und einen Handy-Service aufzubauen sowie Lebensversicherungen übers Internet zu verkaufen, wird das Unternehmen nicht mehr weiterverfolgen.

Beim "Nennen-Sie-den-Preis"-Modell gibt der Verbraucher den Preis an, den er bereit ist, für ein Produkt zu zahlen - die Preisagentur versucht dann, einen entsprechenden Lieferanten zu finden. Priceline.com hatte vor einiger Zeit begonnen, das anfangs nur auf Flugtickets angewandte Geschäftsmodell auch auf andere Produkte - etwa Hotelzimmer, Autos, Leihwagen oder Telefongesprächsminuten - anzuwenden. Doch diese Rechnung ist bislang nicht aufgegangen. Auch das Geschäft mit den Billigflügen stagniert, zumal das Unternehmen hier mit Fluggesellschaften, Reisebüros und Reservierungssystemen konkurriert. So entließ Priceline.com bereits Anfang November 87 Mitarbeiter, nachdem das Unternehmen seine Umsatzprognosen für das dritte Geschäftsquartal wegen rückläufiger Erlöse aus dem Flugticket-Verkauf nach unten korrigiert hatte.