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03.02.1989 - 

Unterschriftenaktion soll Sinnlosigkeit der Fusion belegen:

Prime-Belegschaft läuft Sturm gegen MAI-Bid

NATICK (IDG) - Sollte dem MAI-Großaktionär Bennet Le Bow wirklich die Übernahme der Prime Computer Inc. gelingen, so wird er auf eine wenig kooperationswillige Belegschaft stoßen. Denn eine sehr starke Gruppe von Prime-Mitarbeitern leistet ihrem Chef Anthony Craig Schützenhilfe bei dessen Versuch, die Fusion zu verhindern.

Die Initiative mit dem Namen "Einployees Against Takeover" (EAT) will bereits an die 1000 Unterschriften gegen den Firmenzusammenschluß gesammelt haben. "Verkauft nicht an MAI!", fordert EAT die Aktionäre des Minicomputer- und CAD-Unternehmens auf. Wer die Tender-Offerte schon gezeichnet hat, solle die Unterschrift zurückziehen. Denn die auch von Analysten geteilte Befürchtung der Prime-Angestellten geht dahin, daß die entstehende neue Firma schon kurz nach der Fusion wieder zerstückelt und weiterverkauft werden soll, beispielsweise zerschnitten in einen CAD-Bereich und einen Bereich für kommerzielle DV-Produkte. Dies käme einer Zerschlagung des Unternehmens gleich, das in seiner heutigen Form erst vor einem Jahr aus der Fusion von Computervision und Prime entstanden war.

Noch liegt das Kind nicht im Brunnen: Erst 71 Prozent der Stimmrechte wurden Le Bow angetragen, doch 85 Prozent braucht er nach dem Fusionskontrollgesetz des Staates Delaware, dem Prime (Sitz: Massachusetts) sich unterworfen hat. Erst wenn dieses Quorum

überschritten wird, darf der Bieter - also MAI/Le Bow - seine Tender-Optionen ausüben und die Herrschaft über den akquirierten Betrieb antreten. Auf den Weg dorthin hat der Gesetzgeber aber noch verschiedene Steine gelegt: Das von der Übernahme bedrohte Unternehmen darf dem Käufer eine Reihe von sogenannten "Poison Pills" in den Rachen werfen, etwa eine hohe Anzahl neuer Anteilsscheine emittieren, die dann zum Gebotspreis (zusätzlich!) gekauft werden müßten

- die Transaktion würde dann sehr, sehr teuer.