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14.08.1987 - 

Kopf-an-Kopf-Rennen bei Superminiherstellern geht weiter:

Prime bringt neuen Micro-VAX-Konkurrenten

NATICK (CWN) - In der Hoffnung, ihre Position gegen die MicroVAX-II-Familie von DEC zu verbessern, hat die Prime Computer Inc. jetzt mit dem Deskside-System 2455 das letstungsstärkste Modell für die Serie 50 angekündigt. Ferner wird in der Branche gesunkelt. DEC arbeite an einer MicroVAX III. die wiederum der Prime 2455 den Rang ablaufen soll.

Alle Modelle der MicroVAX II haben nach Schätzungen von Analysten eine Leistung von 0, 9 Mips, wogegen die Deskside-Systeme von Prime zwischen 0, 85 und 1, 6 Mips bieten. DEC-Anwender müssen, um mehr Performance zu erhalten, entweder ein VAX- Cluster bilden oder auf die größere VAX 8250 umsteigen, die 1, 3 Mips verarbeitet. Benutzer von Prime-Systemen erreichen mehr Leistung, indem sie ihre installierten Anlagen aufrüsten, ohne dabei die Rechnerumgebung verlassen zu müssen.

Die Bildung von Clustern sei nicht für jeden Anwender das richtige, konstatierte die Produktmanagerin von Prime Inc. Dem widersprach jedoch ein Analyst des Marktforschungsunternehmens IDC, Framingham. Seiner Ansicht nach handelt es sich lediglich um eine andere Philosophie. Als etwas übertrieben bezeichnete der IDC- Mitarbeiter auch die Behauptung eines Prime-Sprechers, der neue Abteilungsrechner biete ein besseres Preis-/ Leistungs-Verhältnis und eine bessere Ausbaufähigkeit als die MicroVAX II.

Um besser mit dem Mitstreiter konkurrieren zu können, sollte Prime sich eher darauf konzentrieren, den Benutzern die nötigen Applikationen bereitzustellen, empfahl Kimball Brown, Mitarbeiter beim Marktforschungsunternehmen Dataquest Inc.

DEC trumpft mit Software

Mit Softwarepaketen wie all-in-one, das unter dem Betiebssystem VMS läuft, habe DEC einen Vorteil gegenüber Prime, den man nicht über das Preis-/Leistungs-Verhältnis wettmachen könne.

Die in den Modellen der Serie 50 verwendeten Prozessoren stammen ebenso wie das Betriebssystem (Primos) aus eigener Entwicklung, obwohl Prime vor wenigen Monaten mit der Ankündigung eines Unix-Rechners auf Basis des 80386-Prozessors von seiner Strategie der Eigenentwicklung abgerückt war. Mit der Vorstellung des Systems 2455 will der Hersteller den Kunden demonstrieren, daß er auch weiterhin in die Brot-und-Butter- Produktfamilie investiert.

Wie die Einstiegsversionen 2350 und 2450 ist auch der Neuling kompatibel zu der gesamten Supermini-Palette bis hin zur Zwei-Prozessor-Maschine 6550 von Prime. Das System 2455 ist mit einer neuen CPU ausgestattet, die nach Angaben des Herstellers 255 parallele Arbeitsabläufe bei bis zu 40 gleichzeitig anschließbaren Bildschirmen ermöglicht. Durch Änderungen im Gehäuse wurde Platz geschaffen für drei zusätzliche 258-MB- Festplatten. Auch konnte so die maximale Hauptspeicherkapazität von 8 auf 12 MB erhöht werden. Der 64-KB-Cache-Speicher mit einer Trefferquote von 98 Prozent macht laut Prime den Zugriff effizienter. Die für den Einsatz in Büroräumen geeignete Maschine ist ab sofort in der Bundesrepublik zum Preis von 170 000 Mark aufwärts lieferbar.