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08.01.1982 - 

Wiesbadener mit Umsatzzuwachs nicht ganz glücklich:

Prime-Marktpotential nicht ausgeschöpft

WIESBADEN (nw) - Mit ihrer Zuwachsrate von 20 bis 22, vielleicht auch 25 Prozent mehr Umsatz als im Vorjahr, zeigt sich die Prime Computer GmbH, Wiesbaden, nur mäßig zufrieden. Die deutsche Tochter der Prime Computer Inc. und nach England mittlerweile zweitgrößte Prime -Gesellschaft in Europa wollte noch im August fürs laufende Geschäftsjahr um 50 Prozent mehr Einnahmen verbuchen.

Zum Umsatz der Muttergesellschaft in den USA trägt die deutsche Tochter VWD zufolge rund sieben bis acht Prozent bei. Kommentar Herbert Bechtels, seit acht Monaten Leiter der deutschen Prime-Organisation: "Eine Zahl, die im Vergleich zum Marktpotential in Deutschland sicherlich zu klein ist und bei zehn Prozent liegen sollte." So hat sich Bechtel für 1982 wiederum ehrgeizige Ziele gesetzt: 80 Millionen Mark sind anvisiert, was 60 Prozent mehr als im Geschäftsjahr 1981 wären. Für die Prime Inc. liege das Wachstumsziel ebenfalls schon auf dem Tisch: Man will rund 35 Prozent zulegen.

Wachsen will Prime 1982 in Deutschland hauptsächlich im Geschäft mit Großkunden und bei CAD/CAM-Anwendungen. Im deutschen CAD-Bereich haben die Wiesbadener eigenen Angaben zufolge jetzt 50 Maschinen installiert.

Bisher waren Prime-Kunden in erster Linie bei mittelständischen Unternehmen zu finden, "bei denen Investitionen im Bereich zwischen 300 000 und 400 000 Mark maahbar, Investitionen im Millionenbereich aber nicht angebracht sind". Dies spiegelt sich laut VWD auch darin wider, daß der größte Teil des Umsatzes mit kleineren Systemen der 50er Serie gemacht wurde.

Von dem im Juni vorgestellten "Flaggschiff", der Prime 850, existierten in Deutschland mittlerweile vier Installationen in unterschiedlichen Anwendungsbereichen. Software-Lösungen werden bei allen Anwendungen nicht von Prime selbst, sondern von Softwarehäsern geliefert - ein Konzept, an dem Bechtel festhalten wolle.

Zur Zeit gehen 30 bis 35 Prozent der in Deutschland installierten Prime-Maschinen in den technischwissenschaftlichen Bereich (Prozeßrechner, prozeßrechnernahe Anwendungen). Nochmals 30 bis 35 Prozent entfallen auf CAD, zehn bis fünfzehn auf den Universitätsbereich (dessen Bedeutung Bechtel schwinden sieht), und rund 20 Prozent werden in der kommerziellen Datenverarbeitung eingesetzt, heißt es bei Prime.